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Unerwünschter Frieden

Israelischer Politiker fordert Tötung Uri Avnerys

20.03.2006  






Baruch Marzel, Gründer und Vorsitzender der rechten israelischen Partei "Nationale Jüdische Front" (Chayil), hat einem Bericht der israelischen Haaretz vom Montag zufolge die Tötung des israelischen Friedensaktivisten Uri Avnery durch das israelische Militär gefordert.

Bei Reden in Jerusalem und Ramle am Montag sagte Marzel, die "linken" Aktivisten brächten sich selbst die Zerstörung und verletzten die Interessen Israels manchmal nicht weniger als die "externen Feinde" des Landes.

In der vergangenen Woche hatte Avnery, Leiter der Friedensorganisation Gush Shalom, in Reaktion auf den israelischen Angriff auf ein palästinensisches Gefängnis, um dort mehrere Gefangene, die im Jahr 2001 an der Tötung des damaligen israelischen Tourismusministers Rehavam Ze'evi beteiligt waren, gefangenzunehmen, die Tötung Ze'evis mit den "gezielten Tötungen" Israels gleichgesetzt.

"Es gibt unter uns hunderte von Menschen, die 'gezielte Vorbeugungen' [eine häufig verwendete israelische Umschreibung für 'gezielte Tötungen'] ausgeführt haben, was die Ermordung von Passanten einschließt", so Avnery. "Die Tötung von Kabinettsminister Ze'evi war eine gezielte Vorbeugung im wahrsten Sinne des Wortes. Jene, die gezielte Vorbeugungen loben können nicht sagen, daß wenn wir es tun, es großartig, ein nationaler Akt ist, aber wenn es andere mit uns machen, dies ein schreckliches Verbrechen ist."

"Wir haben dutzende von Leuten im Rang von Kabinettsministern auf der anderen Seite getötet", so Avnery gegenüber Journalisten. "Scheich Yassin war eindeutig von höherem Rang als Rehavam Ze'evi. Rehavam Ze'evi befürwortete offen die Ausweisung aller Araber aus dem Land und ich sehe keinen grundsätzlichen Unterschied zwischen seiner Tötung und der von Anführern der palästinensischen Fraktionen."

Diese Äußerungen Avnerys ließen Marzel nun dessen Tötung durch das israelische Militär fordern. Darüberhinaus bezeichnete er auch Mitglieder der vom bisherigen israelischen Premierminister Ariel Sharon gegründete Partei Kadima als "Verräter", da sie "ihre eigenen Prinzipien, das Judentum und den Zionismus, verraten" hätten.

Am Montagabend forderte die Friedensorganisation Peace Now den israelischen Generalstaatsanwalt Menachem Mazuz auf, zu untersuchen, ob Marzels Äußerungen den Tatbestand der Aufwiegelung erfüllten.



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