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Rassismus in Israel

Araber als Nachbarn unerwünscht

22.03.2006  






Ein Bericht der israelischen Haaretz vom Mittwoch zeigt, wie weitverbreitet Rassismus in der israelischen Gesellschaft ist.

So sagten beispielsweise 46 Prozent der israelischen Juden, die für eine Meinungsumfrage im Auftrag des "Zentrums für den Kampf gegen Rassismus" von dem Unternehmen Geocartographia befragt wurden, daß sie es einem Araber - auch einem israelischen Staatsbürger - nicht gestatten würden, ihr Haus zu betreten. 41 Prozent der Juden sprachen sich für die Trennung von Juden und Arabern in Freizeiteinrichtungen aus.

Auch wenn bisher eine Mehrheit von 52 Prozent noch eine solche Trennung ablehnt, so zeigen diese Zahlen doch überdeutlich, daß der immer häufiger geäußerte Vorwurf, Israel sei ein rassistisches Land wie Südafrika zur Zeit der Herrschaft der Buren, keineswegs aus der Luft gegriffen ist.

63 Prozent der befragten Juden stimmten der Behauptung „Araber sind eine sicherheitstechnische und demographische Bedrohung für den Staat“ zu. 40 Prozent unterstützten sogar die Aussage, daß "der Staat die Auswanderung von arabischen Bürgern unterstützen muß". Immerhin noch 34 Prozent zeigten sich überzeugt, daß "arabische Kultur gegenüber der israelischen minderwertig ist." Die Hälfte der Befragten sagte, sie fühlten sich unwohl, wenn sie Menschen Arabisch sprechen hören. 18 Prozent sagten sogar, sie würden Haß empfinden, wenn sie hören, daß jemand Arabisch spricht.

"Rassismus wird alltäglich. Wenn Leute über Abschiebung oder über Araber als demographische Zeitbombe sprechen, ergreift niemand das Wort gegen diese Behauptungen. Das ist ein beunruhigendes Phänomen", sagte Bachar Ouda, Direktor der "Zentrums für den Kampf gegen Rassismus".

Tatsächlich scheint die Umfrage aber auch einen klaren Hinweis auf zumindest eines der Motive zum Bau der "Mauer" zu geben. Demnach sagten 68 Prozent der befragten jüdischen Israelis, sie würden es ablehnen, mit einem Araber im gleichen Mietshaus zu wohnen. Eine Vertreibung aller Nichtjuden aus Israel und eine effektive Ausgrenzung scheint bei derartigen Ansichten eines so großen Bevölkerungsteils nur ein logischer Schritt zu sein.



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