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Eitel Sonnenschein

Weder Anklage für Söldner noch für US-Soldaten

29.03.2006  






Wie AP am Dienstag berichtete, hat der "Naval Criminal Investigative Service" (NCIS, die für Strafverfolgung zuständige Behörde innerhalb der US-Marine), die Ermittlungen gegen 16 aus den USA stammende Söldner des US-Unternehmens Zapata eingestellt. Sie waren im Mai des vergangenen Jahres von US-Soldaten gefangengenommen worden, weil ihnen vorgeworfen wurde, auf irakische Zivilisten und auch US-Soldaten gefeuert zu haben.

Dies wurde von ihnen allerdings vehement bestritten und es fanden sich auch keinerlei Opfer. Ihrerseits beschuldigten sie die US-Soldaten wiederum, sie während ihrer dreitägigen Gefangenschaft mißhandelt und erniedrigt zu haben.

"Ich habe niemals in meiner Karriere irgendjemand so unmenschlich behandelt", schrieb Rick Blanchett, ein ehemaliger Nationalgardist, in einer E-Mail. "Sie behandelten uns wie Rebellen, verprügelten uns, machten Photos, schüchterten uns ein, beleidigten uns."

Diese Vorwürfe wurden wiederum von den US-Soldaten bestritten und der NCIS hat nach Aussage seines Sprecher Ed Buice nie in dieser Richtung ermittelt.

"Sie sind so freigesprochen, wie man nur freigesprochen werden kann", sagte der Anwalt Mark Schopper, der vier der Söldner vertreten hat. "Jetzt können sie ihre Leben weiterleben."

"Es ist eine unglaubliche Erleichterung", sagte Peter Ginter, einer der Söldner und ein früheres Mitglied der US-Marines. Er berichtete, daß sein Kopf während seiner Gefangenschaft auf den Asphalt geschlagen worden war. Matt Raiche, ein weiterer Söldner, sagte, sie seien von den US-Soldaten mit Hunden bedroht und gezwungen worden, sich auszuziehen.

Daß die nun freigesprochenen Söldner trotz dieser schweren Vorwürfe gegen die US-Soldaten nicht ihrerseits deren Bestrafung und insbesondere Entschädigungen - die in einem solchen Fall zweifellos in die Millionen gehen könnten - fordern, ist sicherlich höchst bemerkenswert. Tatsächlich drängt sich hier der Verdacht auf, daß in Wahrheit hinter den Kulissen ein "Deal" getroffen wurde, demzufolge beide Seiten bei den Vergehen der jeweils anderen Seite "die Augen zudrücken". Womit dann alle Beteiligten glücklich ihrer Wege ziehen können - außer die von den Söldnern beschossenen Iraker, sollten die Vorwürfe doch den Tatsachen entsprochen haben. Aber deren Belange sind schließlich äußerst selten für die Besatzer von Interesse.



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