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Rückzug

US-Soldaten beugen sich Widerstand

03.04.2006  






Am Sonntag veröffentlichte die türkische Nachrichtenagentur Ihlas ein aus einer nicht genannten, aber offensichtlich dem irakischen Widerstand nahestehenden Quelle stammendes Video, das ein entscheidend anderes Bild der Verhältnisse im Irak zeichnet als die üblichen Meldungen aus dem Land.

Das Video zeigt der - zumindest eigenen Angaben zufolge - "größten Nachrichtenagentur der Türkei" zufolge zwei Angriffe auf US-Soldaten in der Stadt ar-Ramadi. Der erste Angriff wurde demnach am Samstag durch einen Bombenangriff auf einen US-Konvoi aus vier Humvees eingeleitet, wobei drei der vier Fahrzeuge beschädigt wurden. Anschließend kam es zu einem auch in dem Video zu sehenden Feuergefecht, aus dem sich die US-Soldaten schließlich "zurückzogen". Im Anschluß zeigt das Video Iraker, vornehmlich Jugendliche, die anscheinend von den US-Fahrzeugen stammende Trümmer, beispielsweise Türen, zusammentragen.

Der Beschreibung des Videos zufolge zeigt die nächste Einstellung bereits den nächsten Tag. Am Sonntag wurden US-Soldaten, die den Angriff vom Vortag vermutlich untersuchen sollten, erneut mit einer Bombe angegriffen. In dem Video ist zu sehen, wie ein Bergepanzer die völlig zerstörten Überreste eines immer noch leicht brennenden Fahrzeugs anhebt, um sie anzutransportieren. Hierbei werden die Soldaten erneut mit Schußwaffen angegriffen und es kommt zu einem weiteren Gefecht. Offenbar nach Ende des Gefechts beenden die Soldaten die Bergung des zerstörten Fahrzeugs und ziehen sich erneut aus der Gegend zurück.

Die Tatsache, daß die US-Soldaten sich aus dem Gebiet zurückzogen - zumindest im ersten Fall sogar, während sie angegriffen wurden - ist insbesondere angesichts ihrer zahlenmäßigen Stärke und der vorhandenen Waffen bemerkenswert. In beiden Fällen sind mehrere Humvees und rund 10 Soldaten zu sehen. Mehrfach zeigt die Kamera einen anscheinend über der Szene kreisenden Hubschrauber. Am Sonntag war außerdem ein US-Kampfpanzer vom Typ M1A1 "Abrams" vor Ort.

Für den Sonntag hat das US-Militär den Tod von 4 US-Soldaten im irakischen Gouvernement al-Anbar, in dem auch ar-Ramadi liegt, gemeldet. Bei dreien hiervon handelte es sich um Mitglieder der US-Marines, der vierte war demnach ein Seemann.

Auffällig ist auch ein weiteres Detail. Ihlas zufolge wurden US-Soldaten mit einem LKW aus dem Gefechtsgebiet evakuiert. Ebenfalls für den Sonntag meldete das US-Militär den Tod 5 weiterer US-Marineinfanteristen. Zwei weitere und ein weiterer Seeman würden noch vermißt. Hierzu kam es nach US-Angaben, indem ein LKW in der "Nähe" der Luftwaffenbasis al-Asad in eine Springflut geriet und sich überschlug. Al-Asad liegt nur etwa 70 Kilometer von ar-Ramadi entfernt.



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