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Tod in Afghanistan

US-Militär tötet Zivilisten

17.04.2006  






Wie AP am Montag berichtete, sind bei einem US-geführten Angriff in der ostafghanischen Provinz Kunar am Samstag mindestens 7 Zivilisten getötet worden.

US-Angaben zufolge war ein "Haus- und Höhlenkomplex" von Kampfflugzeugen und mit Artillerie bombardiert worden. Der Angriff erfolgte im Rahmen einer derzeit in der Provinz durchgeführten Offensive, an der nach Angaben des US-Militärs 2.500 "afghanische" und US-Soldaten beteiligt sind.

Major Matt Hackathorn, ein Sprecher des US-Militärs, sagte, etwa 10 "Milizen" hätten das Feuer auf US-Soldaten eröffnet, woraus sich ein Feuergefecht entwickelt habe. Daraufhin hätten die US-Soldaten Unterstützung durch Artillerie und Kampfflugzeuge angefordert. Mehrere "Taliban-Kämpfer" seien getötet worden, während andere Zuflucht in einem Haus und einer Höhle suchten. Als den US-Soldaten "auffiel", daß sich dort Zivilisten befanden, hätten sie das Feuer eingestellt.

Dorfälteste berichteten später, daß 7 Zivilisten getötet und 3 weitere verletzt worden seien. US-Generalmajor Benjamin C. Freakley hat eine "Untersuchung" des Vorfalls angeordnet.

Wie bei zahllosen ähnlichen aus dem Irak bekannten Fällen ist auch hier bemerkenswert, daß offenbar weder US-Soldaten verwundet oder getötet wurden. Selbst wenn die Darstellung des US-Militärs, die Soldaten seien angegriffen worden, also der Wahrheit entsprechen sollte, so hätten sie doch mit völlig übertriebener Gewaltanwendung reagiert. Tatsächlich weckt die Tatsache, daß das US-Militär nicht von der Gefangennahme von "Taliban-Kämpfern" spricht, allerdings deutliche Zweifel an dieser Version.



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