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Die andere Seite

Nicht nur Israelis sind Opfer

19.04.2006  






Die Tatsache, daß der verbrecherische - er richtete sich ausschließlich und ausdrücklich gegen Zivilisten - Bombenanschlag in der israelischen Stadt Tel Aviv von der palästinensischen Regierung als "Selbstverteidigung" gutgeheißen hat, ist international scharf kritisiert worden.

Tatsächlich ist eine solche Ermordung von - bisher - 7 unbewaffneten Zivilisten weder zu rechtfertigen, noch mit dem muslimischen Glauben vereinbar. Wenn die palästinensische Führung unter der gewählten Partei der Hamas einen solchen Anschlag auf eine politische Ebene hebt, so muß er dann als Kriegsverbrechen bezeichnet werden.

Was in den zahllosen Berichten über den Anschlag, seine Opfer und die Überlegungen Israels "Vergeltung" zu üben, zumeist vergessen wird zu erwähnen, ist, daß es keineswegs nur die palästinensische Seite ist, die unschuldige Zivilisten tötet. Seit Beginn des Jahres wurden Medienangaben zufolge 86 durch israelische Gewaltanwendung getötet. Auch wenn es sich bei vielen von ihnen zweifellos um palästinensische Kämpfer handelte und diese Zahl daher als strittig anzusehen ist, so ist eine andere Zahl absolut unstrittig.

In diesem Jahr wurden bereits 17 palästinensische Kinder getötet.

Allein ihre Zahl - ungeachtet der mit ihnen gestorbenen Väter und Mütter - ist also schon höher, als die Gesamtzahl der bisher in diesem Jahr getöteten Israelis, die bei 11 liegt. Anders als die palästinensische Seite, die den Anschlag - zumindest offiziell - nur gutgeheißen hat, starben diese Kinder aufgrund der militärischen Befehlskette letztlich in direkter Verantwortung der israelischen Regierung.

Auch wenn eine solche Aufrechnung genau der Weg ist, der die Gewaltspirale im Konflikt zwischen Israel und Palästina immer weiter antreibt, so ist doch auch das Verschweigen dieser Toten kaum geeignet, der palästinensischen Seite das Gefühl zu vermitteln, sie würden im "Westen" ernstgenommen und könnten hoffen, durch Verhandlungen Freiheit und Würde zu erlangen.



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