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Weiterführende Eskalation

Olmert vergleicht Ahmadi-Nejad mit Hitler

29.04.2006  






In einem am Samstag veröffentlichten Interview ließ der amtierende israelische Premierminister Ehud Olmert gegenüber dem "Bild"-Chefredakteur Kai Diekmann und dessen Stellvertreter Jörg Quoos seinem Haß gegenüber dem Iran freien Lauf und schreckte dabei auch vor offenen Lügen nicht zurück. Darüberhinaus verglich er den iranischen Präsidenten Mahmoud Ahmadi-Nejad direkt mit Adolf Hitler.

"Ahmadi-Nejad spricht heute so wie Hitler vor der Machtergreifung", sagte Olmert in dem Interview. Er spreche "von der völligen Zerstörung und Vernichtung des jüdischen Volkes. Gerade hat er von den Staaten Europas eine andere Haltung, einen anderen Umgang mit den Juden gefordert. Israel sei schließlich nur wegen des Judenhasses in Europa entstanden. Wenn nun alle Juden nach Europa zurück könnten, würde der jüdische Staat von der Bildfläche verschwinden."

Der Vergleich mit Hitler sonst in jeder politischen Diskussion absolut unmöglich, hier aber wiederum das derzeitige weltpolitische "Lieblingsziel" Iran treffend ist gerade aus dem Mund eines israelischen Premierministers zweifellos eine bewußte, massive Eskalation. Daß die von Olmert vorgebrachten Vorwürfe angesichts der tatsächlichen Äußerungen Ahmadi-Nejads nur als Lügen bezeichnet werden können, wurde hier schon mehrfach erörtert.

Olmert setzte seine Beleidigungen allerdings ungehemmt fort und sagte: "Sie merken: Wir haben es mit einem Psychopathen der übelsten Sorte zu tun! Mit einem Antisemiten, einem brandgefährlichen Staatschef."

Auch zeigte er sich überzeugt, daß die USA den Iran angreifen würden, sollte dieser drohen, "in den Besitz nicht-konventioneller Waffen" zu gelangen. Ungeachtet der Tatsache, daß der Iran schon heute wie auch jedes andere technologisch fortschrittliche Land in der Lage ist, chemische und biologische Waffen herzustellen, ist Israel also offenbar überzeugt, daß die USA den Iran bei (israelischem) Bedarf angreifen werden.

Sicherlich kann es nicht verwundern, daß ein derart einseitiger, ebenso israelfreundlicher wie iranfeindlicher Artikel in der "Bild" erscheint, sind ihre Redakteure doch zur "Unterstützung des Staates Israel" vertraglich verpflichtet, der Verdacht, daß es sich hier mehr um einen Antrittsbesuch der "Bild"-Chefredakteure anläßlich Olmerts Wahlsieg handelte, ist allerdings sicherlich naheliegend.



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