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Die andere Richtung

10% mehr Mindestlohn in Venezuela

01.05.2006  






Während in kapitalistischen Ländern die Löhne in den letzten Jahren eher zurückgehen und gesetzliche Mindestlöhne immer wieder am Widerstand der Unternehmen scheitern, ist offenbar auch die andere Richtung möglich. Wie AP am Freitag berichtete, hat der venezolanische Präsident Hugo Chávez eine erneute Erhöhung der Mindestlöhne in Venezuela um 10 Prozent angekündigt.

"Wir haben eine weitere zehnprozentige Erhöhung der Mindestlöhne ab dem 1. September beschlossen", sagte er in einer Fernsehübertragung zur Feier des Tags der Arbeit.

Erst im Februar waren die Mindestlöhne in Venezuela um 15 Prozent angehoben worden.

Über die Mindestlohnerhöhung hinaus kündigte Chávez außerdem eine Reihe von Arbeitsrechtänderungen und eine Erhöhung von Renten und Löhnen an. Er bezeichnete dies als einen weiteren Schritt in der Rückzahlung der "sozialen Schulden", die das Land bei den Armen habe. Die Gehälter von Lehrern werden zum 1. Mai um 30 Prozent und zum 1. Oktober um weitere 10 Prozent angehoben werden.

Chávez versprach, die durch den drastisch gestiegenen Ölpreis gestiegenen Einnahmen großzügig weiterzuverteilen.

Zwar liegt die Inflationsrate in Venezuela derzeit noch bei rund 15 Prozent, dieser Wert sinkt aber seit Jahren drastisch. Noch vor drei Jahren lag die Inflationsrate in Venezuela bei fast 40 Prozent. Auch diese neuerliche Erhöhung des Mindestlohns wird diesen umgerechnet nur auf vergleichsweise niedrige 190 Euro anheben, hierbei sind aber wiederum auch die bedeutend niedrigeren Lebenshaltungskosten in Venezuela zu berücksichtigen.





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