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Feuer frei

Irakischer Krankenwagen beschossen

02.05.2006  






Wie die australische Sunday Times am Dienstag unter Berufung auf die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, ist ein irakischer Krankenwagen nördlich der Hauptstadt Baghdad von US-Söldnern beschossen worden. Hierbei wurde der Beifahrer des Krankenwagens getötet.

Der Vorfall ereignete sch, nachdem ein Konvoi von einer Bombe getroffen wurde. Wie so oft im Irak wurde danach Augenzeugenberichten zufolge auch hier das Feuer in alle Richtungen eröffnet. Bei dem Angriff sind demnach zwei US-Bürger verletzt worden.

"Wir brachten einen Fall ins Krankenhaus, als eine Bombe nahe einem vorbeifahrenden Konvoi von Amerikanern hochging". sagte der Fahrer des Krankenwagens, der seinen Namen nur als "Abu Ali" angab, da er Repressalien fürchtete und auch den Namen seines getöteten Kollegen nicht nennen wollte. "Sie eröffneten das Feuer und trafen ihn ins Herz“, sagte er. "Wir sind eine Krankenwagenbesatzung, die den Menschen hilft, wenn es Bombenangriffe gibt. Was haben wir falsch gemacht?"

Ein ebenfalls nicht namentlich genannter Mitarbeiter des "irakischen Innenministeriums" sagte: "Die Amerikaner töteten den Beifahrer des Krankenwagens. Sie töteten ihn einfach und verschwanden."

"Ein ziviles Sicherheitsunternehmen eröffnete das Feuer, nachdem einer seiner Konvois von einer Bombe getroffen wurde", sagte ein Sprecher des US-Militärs. Reuters-Journalisten hatten den Toten im Beifahrersitz des Krankenwagens, der eindeutig mit dem Symbol des Roten Halbmonds gekennzeichnet war, gesehen.

Einer Meldung der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua zufolge wurden die tödlichen Schüsse sogar von US-Soldaten selbst abgefeuert.

"Eine Bombe ging gegen 09:30 Uhr in der Nähe einer US-Patrouille nahe der türkischen Botschaft im Stadtteil Waziriya hoch, woraufhin US-Soldaten das Gebiet abriegelten", so die ungenannt bleiben wollende Quelle im "irakischen Innenministerium". "Ein irakischer Krankenwagen eilte zum Ort des Geschehens, hielt aber nicht in der Nähe von US-Soldaten an, die den Fahrer daraufhin erschossen."

Da auch ausländische, insbesondere aber aus den USA stammende Unternehmen, die im Irak Söldner einsetzen, von Bomben getroffen werden und daraufhin das Feuer eröffneten, wie sie dies immer wieder von US-Soldaten sehen, bestehen an diesem Bericht sicherlich wenig Zweifel. Dabei ist es letztlich gleichgültig, ob die tödlichen Schüsse von Besatzern selbst oder von von ihnen gedultete und zum Großteil beauftragte Söldner abgegeben worden sind.





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