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Abgestürzt

Problem mit einer F-22

05.05.2006  






Berichte über einen Vorfall vom 10. April auf der US-Luftwaffenbasis in Langley im US-Bundesstaat Virginia zeigen, daß Abstürze von US-Kampfflugzeugen in Zukunft keineswegs nur durch einen fehlerhaften Antrieb oder ähnliche physikalische Gründe verursacht werden dürften.

An jenem Morgen wollte US-Hauptmann Brad Spears zu einem Flug mit einer F-22 starten. Eine Anzeige in dem modernsten "einsatzbereiten" Kampfflugzeug der US-Luftwaffe meldete, daß die Kabinenhaube sich nicht verriegelt hatte. Dem Handbuch gemäß versuchte Spears dies durch ein Ein- und Ausschalten des entsprechenden Schalters zu beheben. Dies führte allerdings dazu, daß die Kabinenhaube sich zwar verriegelte, sich aber nicht wieder öffnete, Spears also in der Maschine gefangen war.

Als die Mission sich vom Start der Maschine zur Rettung des Piloten aus derselben änderte, war es 8:15 Uhr.

Stunden später war es weder Wartungspersonal noch Technikern des Herstellers Lockheed Martin gelungen, Spears aus seinem Gefängnis zu befreien. Schließlich entschloß man sich, Spears gewaltsam zu befreien.

"Er hatte drei oder vier Stunden gesessen", sagte US-Major Jack Miller, Sprecher des 1. Jagdgeschwaders in Langley, "und sie mußten den Piloten wirklich herausbekommen."

Schließlich wurde die Feuerwehr des Stützpunktes gerufen. Vier Feuerwehrmänner in Brandschutzkleidung sägten dann die fast zwei Zentimeter dicke und 163 Kilogramm schwere Kabinenhaube auf, um Spears zu befreien. Gegen 13:15 - fünf Stunden, nachdem der Pilot festgestellt hatte, daß auch allein die Software seines Flugzeuges abstürzen kann, obwohl sich die Maschine noch am Boden befindet - wurde Spears schließlich durch das gesägte Loch aus der F-22 "gerettet".

Allein der Schaden an der Polycarbonat-Kabinenhaube beläuft sich auf 182.205 US-Dollar. Hinzu kommen nicht nur die Arbeitszeit aller mit Spears Befreiung Beschäftigten und die Verschmutzung der Kabine durch das Öl der eingesetzten Säge, sondern insbesondere auch Schäden an der Flugzeughülle durch das darauf entlang schrammende Kabinenglas.

Auch wenn Miller sich bemühte zu betonen, daß dies das erste Mal eines solchen Vorfalls war und daß das "Flugzeug wunderbar arbeitet", so stellt sich doch die Frage, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, daß ein Absturz eines anderen Teils der Software der Maschine während des Fluges zu ihrem Absturz führt.



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