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Racheakt?

Briten feuern auf Zivilisten

06.05.2006  






Nachdem am Samstag ein Hubschrauber des britischen Militärs offenbar über der südirakischen Stadt Basra abgeschossen wurde, eröffneten britische Soldaten das Feuer auf irakische Zivilisten, die sie mit Steinen bewarfen.

Am Samstag meldete das britische Verteidigungsministerium, daß ein britischer Hubschrauber in Basra abgestürzt ist, wobei "mehrere britische Soldaten" getötet wurden, so der neue britische Verteidigungsminister Des Browne. Browne machte allerdings keine genaueren Angaben zur Zahl der Toten und wollte auch noch keinen Grund für den Absturz der Maschine nennen. "Wir müssen darauf achten, jene, die den Vorfall untersuchen, ihren Job machen zu lassen, aber zu diesem frühen Zeitpunkt kann ich den tragischen Tod mehrerer britischer Soldaten bestätigen", so Browne.

Medienberichten zufolge wurden bei dem Absturz 4 britische Soldaten getötet. Mushtaq Khazim, Hauptmann der "irakischen Polizei", sagte, der Hubschrauber sei seiner Ansicht nach mit einer Rakete abgeschossen worden.

Kurze Zeit nach dem Absturz eröffneten britische Soldaten, die offenbar die Absturzstelle abriegelten, das Feuer auf irakische Zivilisten. Die britische BBC berief sich in einem Bericht auf die Polizei von Basra, der zufolge 5 Menschen, darunter zwei Kinder, getötet und 19 weitere verletzt wurden. General John cooper, Oberkommandierender der britischen Streitkräfte im Irak, bestritt, daß direkt in die Menge gefeuert worden sei, bestätigte aber, daß Soldaten mit scharfer Munition auf "sie bedrohende Ziele" geschossen haben.

Einer Meldung der Kuwait News Agency (KUNA) zufolge feuerten die britischen Soldaten auf Zivilisten, die sie mit Steinen beworfen hatten. Sollte diese Darstellung zutreffen, so handelte es sich hier ohne jeden Zweifel um ein weiteres schwerwiegendes Kriegsverbrechen, da die Soldaten allein durch den Bewurf mit Steinen keineswegs in Lebensgefahr waren, so daß eine derart tödliche Reaktion nicht zu rechtfertigen wäre.

Sowohl KUNA als auch die BBC berichteten allerdings, daß ein beziehungsweise zwei britische Panzer von Molotov-Cocktails getroffen wurden und in Brand gerieten. Es ist aber nicht klar, ob dies vor oder nach den tödlichen Schüssen geschah und inwieweit es hier einen Zusammenhang gab.

Sicher scheint allerdings derzeit zu sein, daß keine britischen Soldaten verletzt oder getötet wurden, die Gefahr für sie also offensichtlich gering war. Die Vermutung, daß die britischen Soldaten vor allem aus Rachedurst das Feuer auf die irakischen Zivilisten eröffneten, nachdem vier ihrer Kameraden durch den Abschuß ihres Hubschraubers getötet worden waren, ist sicherlich naheliegend.



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