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Unterernährung

Kriegsverbrechen im Irak

15.05.2006  






Am Donnerstag veröffentlichte UNICEF die Ergebnisse einer im Irak durchgeführten Studie, die zeigen, daß die Unterernährung von Kindern in dem seit über drei Jahren besetzten Land weiterhin katastrophale Ausmaße hat.

Die Studie, die gemeinsam von dem "irakischen" Ministerium für Planung und Entwicklungszusammenarbeit, der "irakischen" Zentralorganisation für Statistik und Informationstechnologie und dem Ernährungsinstitut des "irakischen" Gesundheitsministeriums mit Unterstützung von UNICEF und dem Welternährungsprogramm (WFP) der Vereinten Nationen durchgeführt wurde, untersuchte 22.050 Haushalte in 98 irakischen Bezirken.

"Die Quote chronischer Unterernährung in Haushalten mit mangelhafter Lebensmittelversorgung war bis zu 33 Prozent hoch - oder eines von drei Kindern war unterernährt", sagte Roger Wright, UNICEF-Sonderbeauftragter für den Irak. Insbesondere Kleinkinder im Alter von 12 bis 23 Monaten können in ihrer Entwicklung durch chronische Unterernährung stark beeinträchtigt werden. "Dies kann die optimale Entwicklung von Geist und Wahrnehmung, nicht nur die körperliche Entwicklung, unumkehrbar behindern", so Wright weiter. 9 Prozent der Kinder im Irak sind der Studie zufolge akut unterernährt, wobei auch hier Kleinkinder am schwersten betroffen sind. 12 bis 13 Prozent von ihnen sind akut unterernährt.

15 Prozent der irakischen Haushalte werden als "extrem arm" eingestuft, was bedeutet, daß ihnen umgerechnet höchstens 15 US-Dollar pro Monat zur Verfügung stehen.

Zwar nennt UNICEF eine Reihe von Gründen für die katastrophale Ernährungssituation im Irak, letztlich sind diese aber alle auf die auf Betreiben der USA gegen den Irak verhängten Sanktionen, den US-geführten völkerrechtswidrigen Angriffskrieg und die andauernde Besatzung des Landes zurückzuführen.

Völkerrechtlich ist es aber letztendlich vollkommen gleichgültig, ob die Ursachen für die Unterernährung eines bedeutenden Teils der irakischen Bevölkerung im Verhalten der USA liegen.

So lautet Artikel 55 der IV. Genfer Konventionen: "Die Besetzungsmacht hat die Pflicht, die Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungs- und Arzneimitteln mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln sicherzustellen; insbesondere hat sie Lebensmittel, medizinische Ausrüstungen und alle anderen notwendigen Artikel einzuführen, falls die Hilfsquellen des besetzten Gebietes nicht ausreichen."

Darüber hinaus besagt Artikel 69 des Zusatzprotokolls zu den Genfer Konventionen: "Über die in Artikel 55 des IV. Abkommens bezeichneten Verpflichtungen betreffend die Versorgung mit Lebensó und Arzneimitteln hinaus sorgt die Besetzungsmacht im Rahmen aller ihr zur Verfügung stehenden Mittel und ohne jede nachteilige Unterscheidung auch für die Bereitstellung von Kleidung, Material für die Übernachtung, Notunterkünften, anderen für das Überleben der Zivilbevölkerung des besetzten Gebiets wesentlichen Versorgungsgütern und Kultgegenständen."

Es ist angesichts der Zustände im Irak kaum anzunehmen, daß das Land mit der größten Militärmaschinerie der Welt und monatlichen durchschnittlichen Ausgaben von 6,3 Milliarden US-Dollar für die Besetzung des Iraks alle zur Verfügung stehenden Mittel zur Versorgung der Menschen im Irak ergreift.



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