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Israelischer Terror

7 Menschen am Strand getötet

09.06.2006  






Wie Aljazeera am Freitag berichtete, sind am Strand von Bait Lahiya im Gaza-Streifen 7 Menschen, darunter 3 Kinder, durch einen israelischen Artillerieangriff getötet worden. 36 weitere Menschen wurden verletzt.

Demnach hatten Schiffe der israelischen Marine, die auch die Gewässer vor dem Gaza-Streifen überwachen und abriegeln, das Feuer auf den Strand eröffnet, als die Palästinenser dort Picknick machten. Ärzten zufolge gehörten fünf der Todesopfer der Familie Ghalia aus Gaza an. Dabei handelte es sich um Kinder im Alter von einem, drei und zehn Jahren sowie den Eltern. Hadeel, eine weitere Tochter der Familie, ist jetzt eine Waise.

Der palästinensische Präsident Mahmoud Abbas bezeichnete den Angriff als "ein blutiges Massaker" und forderte die internationale Gemeinschaft auf, einzuschreiten.

Nach Aussage des israelischen Militärs handelte es sich nicht um einen Angriff durch israelische Flugzeuge oder Schiffe, "möglicherweise" aber durch israelische Artillerie. Zuvor hatte das israelische Militär erklärt, daß israelische Schiffe auf Kämpfer gefeuert hätten, die Raketen abgefeuert hätten. Das israelische Militär "bedauere aber zutiefst" jeglichen Tod von Zivilisten, so Jacob Dallal, ein Sprecher des israelischen Militärs.

Einer AP-Meldung vom Freitag zufolge hat die palästinensische Organisation Hamas als Reaktion auf den Angriff den Waffenstillstand mit Israel aufgekündigt.

"Wir können nicht weiter schweigen", sagte der Hamas-Sprecher Sami Abu Zuhri. "So Gott will, wird die Vergeltung wie ein Erdbeben sein. Wir haben keine Möglichkeit, als uns, unser Volk, unsere Kinder und unser Land zu verteidigen."

"Das Erdbeben in den zionistischen Städten wird erneut beginnen und die Aggressoren werden keine Wahl haben, außer ihre Särge oder ihre Koffer vorzubereiten", so eine Erklärung der Hamas auf einem Flugblatt. "Die Widerstandgruppen ... werden den richtigen Ort und die richtige Zeit für die harte, starke und einzigartige Antwort wählen."

Generalmajor Yoav Galant, Befehlshaber im Süden Israels, sagte, es werde derzeit untersucht, ob eine einzelne Panzergranate das Blutvergießen verursacht habe. Kamal Ghobn sagte allerdings aus, er sei zum Zeitpunkt des Angriffs gerade mit einem Bus mit etwa 50 Verwandten an dem Strand angekommen. Er berichtete, daß er den Einschlag von vier Granaten gesehen habe. Sollte dies den Tatsachen entsprechen, so wäre dies keinesfalls noch als "Versehen" zu bezeichnen.

Selbst wenn die israelische Behauptung zutreffen sollte, so wäre dies doch immer noch ein klarer Verstoß gegen die Genfer Konventionen, die den Schutz der Zivilbevölkerung in einem besetzten Gebiet fordern.



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