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Folgsame Marionette

"Irak" bittet um Fortsetzung der Besatzung

14.06.2006  






Wie Reuters am Dienstag berichtete, hat die "irakische Regierung" formell um eine Verlängerung der Besatzung des Iraks gebeten.

"Während auf dem Gebiet der politischen Entwicklung durch das Volk des Iraks große Erfolge errungen worden sind, bleibt die Fortsetzung des Mandats der multinationalen Streitkräfte im Irak notwendig und lebenswichtig für unsere Sicherheit", schrieb der "irakische Außenminister" Hoshyar Mahmoud Muhammed Zebari in einem auf den 9. Juni datierten Brief an den UN-Sicherheitsrat.

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hatte am 8. November des vergangenen Jahres eine Resolution beschlossen, die es den US-geführten Besatzungtruppen nach dem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg schließlich gestattete, zumindest bis Ende 2006 im Irak zu bleiben, sollte die "irakische Regierung" nicht einen früheren Abzug fordern.

Es ist sicherlich kein Zufall, daß die Veröffentlichung Zebaris "Bitte" zeitlich exakt mit dem "Besuch" des US-Präsidenten George W. Bush in Baghdad zusammentraf. Während der Kurde Zebari keinen Zweifel daran ließ, daß er eine Fortsetzung der Besatzung wünscht, deutete der "irakische Premierminister" Nouri al-Maliki zumindest an, sich einen Abzug der Besatzer zu wünschen.

"So Gott will, wird das Leiden beendet sein und alle Soldaten werden in der Lage sein, mit unserer Dankbarkeit für das von ihnen gebotene in ihre Länder zurückzukehren", sagte al-Maliki an der Seite Bushs bei einer Videokonferenz mit Mitgliedern von Bushs Stab einer AP-Meldung vom Mittwoch zufolge. Bush sagte auf dem Rückflug in die USA gegenüber mitfliegenden Journalisten, die "irakische Führung" bräuchte sich "keine Sorgen zu machen", daß die US-Soldaten das Land zu schnell verließen.

Da sich republikanische Abgeordnete derzeit im US-Kongreß dafür einsetzen, daß die Errichtung dauerhafter Basen im Irak auch gemäß US-Gesetz möglich ist - ungeachtet der Tatsache, daß dies schon längst geschehen ist - wäre eine solche "Sorge" sicherlich unnötig. Angesichts der anhaltenden Unterstützung der "irakischen Regierung" für die Besatzer und insbesondere auch für die von ihnen verübten Kriegsverbrechen gegen die irakische Bevölkerung kann es allerdings kaum verwundern, daß Mitglieder dieser "Regierung" besorgt über einen möglichen Abzug der Besatzer sind.



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