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Wieder ein "Versehen"

Israel tötet Zivilisten

21.06.2006  






Einer AP-Meldung vom Mittwoch zufolge sind bei einem neuerlichen israelischen Raketenangriff in der palästinensischen Stadt Khan Younis 2 Zivilisten getötet und 13 weitere verletzt worden.

Nach Aussage des israelischen Militärs galt der Angriff nicht näher spezifizierten palästinensischen Kämpfern in einem Fahrzeug. Diese seien aus dem Fahrzeug gesprungen und auf ein nahegelegenes Feld gerannt, so ein Augenzeuge des Angriffs. Dies kann allerdings keineswegs erklären, daß die israelische Rakete bei dieser erneuten versuchten "gezielten Tötung" ein Haus statt des vorgeblichen Zieles getroffen hat. Ein hochrangiger Offizier der israelischen Luftwaffe sagte unter der Bedingung, nicht namentlich genannt zu werden, die Rakete habe ihr Ziel um mehrere Dutzend Meter verfehlt.

In dem stattdessen getroffenen Haus wurden die 35 Jahre alte Fatma Abd al-Khader und der 45-jährige Zakaria Ahmed getötet. Der Angriff erfolgte nur wenige Stunden nachdem die bei dem vorangegangenen israelischen Angriff getöteten Kinder beerdigt worden waren.

Während die steigende Zahl der Opfer unter der palästinensischen Zivilbevölkerung in Israel zu Diskussionen über die Politik der "gezielten Tötungen" führt, wächst in Palästina angesichts der unschuldigen Opfer, bei denen es sich häufig um Kinder handelt, die Wut. Was auch immer Israel glaubt, mit den anhaltenden Angriffen zu bezwecken, ein Frieden oder ein Ende der palästinensischen Angriffe ist auf diesem Weg ganz sicher nicht zu erreichen. Bei der Beerdigung der Kinder ergriff ein palästinensischer Kämpfer ein Mikrophon und fragte die Menge "Wollt ihr einen Waffenstillstand?", woraufhin die Menge "Nein!" antwortete.

Abu Qusai, ein Mitglied der Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden, sagte: "Wir werden uns nicht dem Waffenstillstand verpflichten. Wie können wir die Schreie dieser Kinder, wie jener am Strand von Gaza, hören und untätig dabeistehen?"

Weder das Leid der Zivilisten noch die daraus erwachsende Gefahr für Israel scheint die israelische Führung allerdings zu einer Abkehr von der Strategie der "gezielten Tötungen" zu bewegen.

"Wir werden harte Maßnahmen ergreifen, härter und beängstigender, als jene, die wir in der Vergangenheit ergriffen", sagte der israelische Premierminister Ehud Olmert am Dienstag.



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