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"Illegaler Krieg"

US-Offizier verweigert Dienst im Irak

23.06.2006  






Wie beispielsweise der Seattle Post Informer am Freitag berichtete, hat erstmal ein US-Offizier den Dienst im Irak verweigert, weil er den Krieg für illegal hält.

US-Oberleutnant Ehren Watada hatte sich am Donnerstag wie üblich zum Dienst gemeldet. Zuvor hatte er bereits öffentlich erklärt, daß er sich einem Einsatz im Irak verweigern würde. Watada hatte seinen Vorgesetzten dann seine Absichten mitgeteilt. Ursprünglich hatte er den Befehl erhalten sich um 03:00 Uhr zum Appell zu melden, um sich für den Einsatz im Irak fertigzumachen. Da er bereits angekündigt hatte, einen solchen Befehl zu verweigern, erhielt er kurze Zeit später einen schriftlichen Befehl, in dem sein Versäumnis des Appells aufgeführt und er aufgefordert wurde, sich entweder zum Appell seiner Brigade zu melden oder zur Luftwaffenbasis McChord zu kommen, um sich ihr dort anzuschließen.

Beides ließ Watada verstreichen. "Ihm wurde befohlen, sich an diesem Morgen mobil zu machen und sich für den Einsatz fertigzumachen und er weigerte sich", sagte Legrand Jones, einer von Watadas Anwälten.

Watada betont, daß er kein Kriegsdienstverweigerer ist. Vielmehr ist der Krieg gegen den Irak seiner Überzeugung zufolge illegal. Dies wird er eigener Aussage zufolge auch als Verteidigungsgrund in einem Verfahren gegen ihn vorbringen, wobei er sich auf die Verpflichtung von Soldaten berufen wird, gesetzwidrige Befehle zu mißachten. Dabei wird er sich ganz bewußt auf eine Regelung beziehen, die auf den Verfahren gegen führende Offiziere der Nationalsozialisten in den Nürnberger Prozessen fußt. Demnach ist es nicht möglich, sich darauf zu berufen, "nur Befehle befolgt" zu haben.

Wie die zur Unterstützung Watadas von Kriegsgegnern eingerichtete Website ThankYouLt am Donnerstag berichtete, wurde es Watada am Donnerstag - dem Tag seiner Weigerung - verboten, die US-Basis zu verlassen. Auch ist es ihm nicht mehr gestattet, mit Personen zu kommunizieren, die nicht Mitglied des US-Militärs sind. Einzige Ausnahme von dieser Regelung ist sein Anwalt Eric Seitz.

Watadas Mutter Carolyn Ho rief die restlichen US-Soldaten auf, dem Beispiel ihres Sohnes zu folgen.

"Die Entscheidung meines Sohnes, den Einsatz im Irak zu verweigern, fiel nach vielen Gewissenskämpfen. Es ist ein Akt des Patriotismus'. Es ist eine Erklärung an alle Amerikaner, an Männer und Frauen in Uniform, daß sie nicht aus Furcht heraus schweigen müssen, daß sie die Macht haben, das Ruder der Geschichte herumzureißen, die Zerstörung eines Landes und die Tötung unzähliger Männer, Frauen und Kinder zu beenden. Es ist eine Botschaft, die eindeutig besagt, daß die blinde Befolgung von Befehlen nicht länger eine Möglichkeit ist. Der Standpunkt meines Sohnes Oberleutnant Watada ist klar. Er wird durchhalten. Ich bitte Sie dringendst, sich ihm bei seinem Bemühen anzuschließen", sagte sie.



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