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Vercremt

Wirkung von Sonnenschutzmitteln oft mangelhaft

01.07.2006  






Mehrere Meldungen der letzten Zeit wecken schwerwiegende Zweifel an der Wirksamkeit von Sonnenschutzmitteln.

Bereits im Juli des vergangenen Jahres veröffentlichte die deutsche "Stiftung Warentest" ein Studie, der zufolge mehrere Sonnenschutzmittel den auf der Packung angegebenen Sonnenschutzfaktor deutlich unterschritten. Bei weiteren Produkten war dies bereits bei weiteren Tests im Mai aufgefallen.

Mitte Juni dieses Jahres veröffentlichte beispielsweise CBS eine AP-Meldung, der zufolge mehrere US-Hersteller von Sonnenschutzmitteln wegen "betrügerischer Behauptungen" auf den Packungen von 10 Konsumenten verklagt wurden. Zentraler Punkt der Klage ist, daß den Verbrauchern durch die Packungsangaben eine "falsche Sicherheit vorgegaukelt" werde. Zwar werde die für einen Sonnenbrand verantwortlich UVB-Strahlung durch die Sonnenschutzmittel gefiltert, die überwiegend für Hautkrebs verantwortliche UVA-Strahlung werde aber in weitaus geringerem Maße - und häufig auch geringer als auf der Packung angegeben - gefiltert.

"Ich glaube nicht, daß den Menschen klar ist, daß sie nur vor einem Teil des Spektrum geschützt sind", sagte Dr. Sandra Read, Sprecherin der "American Academy of Dermatology" ("Amerkiansiche Akademie für Dermatologie"). "Man sammelt diese Schäden an und man weiß es nicht." Außerdem seien gemäß der US-Arzneimittelbehörde (FDA) Behauptungen wie "wasserfest" und "Sonnenblocker" falsch. Dementsprechend wurde von der FDA schon vor Jahren vorgeschlagen, stattdessen "wasserbeständig" und "Sonnenschutz" zu verwenden. Obwohl diese Änderungen für die Mehrzahl der Konsumenten aller Wahrscheinlichkeit nach keinen Unterschied machen würden, haben Hersteller wie "Johnson & Johnson" und "Schering-Plough" sich bisher diesem Vorschlag verweigert. Anscheinend will man dort jegliche "Irritation" der Käufer vermeiden.

Erschwerend komme hinzu, daß die Packungen nur selten Hinweise auf eine erneute Anwendung enthielten, obwohl Ärzte eine erneute Anwendung nach zwei Stunden, Schwimmen oder Schwitzen empfehlen.

"Die meisten Menschen, die einen Sonnenschutzfaktor 15 benutzen, bekommen nur einen Sonnenschutzfaktor 5 entsprechenden Schutz, weil sie ihn zu dünn auftragen", so Dr. Martin A. Weinstock, Vorsitzender der Beratungsgruppe für Hautkrebs der Amerikanischen Krebsgesellschaft.

Der Anwalt Samuel Rudman, Leiter der Klage, hat die Hersteller von Sonnenschutzmitteln als "die erfolgreichsten Verkäufer von Schlangenöl" bezeichnet und ihnen vorgeworfen, auf ihren Packungen betrügerische Angaben zu machen.

Am Samstag nun berichtete die britische BBC, daß auch in Großbritannien einige der meistverkauften Sonnenschutzmittel einen deutlich geringeren Sonnenschutz als angegeben liefern. So bot beispielsweise ein von Nivea angebotenes Sonnenschutzspray für Kinder einen UVA-Lichtschutzfaktor von 3. Tatsächlich entsprach die Wirkung des Mittels allerdings den Tests zufolge nur einem UVA-Lichtschutzfaktor von 2.

Alle diese Studien belegen vorrangig eines, wie wichtig es ist, sich umfassend über verwendete Produkte zu informieren, statt einfach den Herstellerangaben zu vertrauen. Zweifellos wäre das Weglassen jeglichen Schutzes die schlechteste aller Möglichkeiten. Die andere Seite der Bandbreite der Möglichkeiten stellt sicherlich die Vermeidung jeglichen ausgiebigen "Sonnenbades" dar.



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