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Aufruf an Europa!

Appell der israelischen Friedensbewegung Gush Shalom

07.07.2006  






Der international vielgepriesene "Abzug" aus Gaza hat die Besatzung dort nicht beendet. Sie setzte sich in Form eines israelischen Würgegriffs der Kommunikation Gazas mit der restlichen Welt fort. Der Gaza-Streifen ist in ein riesiges Freiluft-Gefängnis verwandelt worden.

Da die israelische Regierung es ablehnt, mit der gewählten palästinensischen Regierung zu sprechen, ist der nun einzig verbleibende Dialog der Dialog der Bomben, häufig auf beiden Seiten der Grenze gegen Zivilisten gerichtet.

Ohne internationale Intervention ist eine brutale Eskalation fast unvermeidlich geworden.

Wir, israelische Patrioten und Friedensaktivisten, rufen die Europäische Union und ihre Mitgliedsstaaten auf, möglichst in Verbindung mit anderen Ländern, unverzüglich und wirksam in der drohenden israelisch-palästinensischen Krise einzuschreiten und insbesondere:
  1. Einen Abgesandten von Ministerrang für Israel/Palästina zu ernennen, um die sich entwickelnden Ereignisse zu beobachten und die Europäische Union hinsichtlich sofortiger Schritte, die die Situation erfordern könnte, zu beraten.

  2. Die schweren Sanktionen, die von Europa gegen die Palästinensische Behörde als Strafe für die Ausübung des demokratischen Wahlrechts und der Wahl einer Regierung ihrer Wahl, zu beenden. Dies ist selbst schon eine brutale Intervention zugunsten der Besatzung.

  3. Sowohl auf die Regierung Israels als auch den gewählten palästinensischen Präsidenten und die Regierung in einem ernsthaften Dialog zuzugehen, mit Blick auf die Beendigung der derzeitigen Krise und dem Ebnen des Weges für ernsthafte, aussagekräftige Friedensverhandlungen.

  4. Die Grenzunterstützungsmission der Europäischen Gemeinschaft, die bereits am Grenzübergang Rafah erfolgreich arbeitet, auf alle Grenzübergänge zwischen Israel und dem Gaza-Streifen auszuweiten, um den regelmäßigen Verkehr von Nahrungsmitteln, Medikamenten und anderen Gütern in beiden Richtungen, ungeachtet politischer und militärischer Entwicklungen, sicherzustellen.

  5. Als ein dauerhafter Vermittler bei akuten Krisen, wie dem Fall des israelischen Kriegsgefangenen Gilad Shalit, zu fungieren.

  6. Beiden Seiten anzubieten, eine permanente europäische Friedenstruppe zwischen Israel und dem Gaza-Streifen zu stationieren.

  7. Die Einberufung einer internationalen Konferenz zur Beendigung des israelisch-palästinensischen Konflikts zu erwägen.

EUROPA KANN ES SICH NICHT LEISTEN, WEITER ZU SCHWEIGEN!


(Dieser Text erschien am Freitag als Anzeige in der israelischen Tageszeitung Haaretz.)



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