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Schwerer Angriff im Irak

Hintergründe einer Meldung

09.07.2006  






Am Samstag meldete das US-Militär, daß am gleichen Tag in dem irakischen Gouvernement al-Anbar 3 US-Marineinfanteristen "durch Feindeinwirkung" getötet worden sind.

Während dies vermuten läßt, daß ihr Fahrzeug von einer der zahllosen von irakischen Widerstandskämpfern in und an Straßen verborgenen Bomben getroffen worden ist, scheint es sich in Wahrheit um einen weitaus schwerwiegenderen Angriff mit vermutlich auch einer wesentlich größeren Zahl von Opfern zu handeln.

So berichtete beispielsweise dpa in einer Meldung vom Samstag unter Berufung auf eine nicht näher genannte Quelle innerhalb der "irakischen Polizei", daß ein US-Konvoi in der Stadt al-Karmah ("Karma"), nahe der Stadt Fallujah, von einer solchen Bombe getroffen worden sei. Anschließend habe allerdings eine "große Zahl" bewaffneter Männer den US-Konvoi mit Mörsern und Panzerfäusten angegriffen, wobei "weitere Soldaten verletzt" worden seien.

Der "Bericht des irakischen Widerstands" für Samstag berichtete ebenfalls über den Angriff auf den US-Konvoi in al-Karmah. Demnach wurde durch die erste Bombe ein US-Truppentransporter auf der Hauptstraße zwischen al-Karmah und ar-Rufah zerstört. Anschließend erfolgte ein Angriff mit leichten und mittleren Waffen und Raketenwerfern auf den Konvoi. Hierbei seien zwei Humvees zerstört und insgesamt mindestens 18 US-Soldaten verwundet oder getötet worden.

Tatsächlich meldete der "Bericht des irakischen Widerstands" für Samstag allerdings weitere Angriffe auf US-Soldaten in dem Gouvernement al-Anbar, so daß keineswegs klar ist, daß der Angriff in al-Karmah seitens des US-Militärs bisher überhaupt Erwähnung fand.

So seien bei einem Bombenangriff auf einen US-Militärkonvoi auf der Hauptstraße südlich Fallujahs 2 Soldaten getötet und 3 weitere schwer verwundet worden, als die Bombe ihren Humvee zerstörte.

Auch in der Stadt Haditha seien bei mehreren Angriffen von irakischen Widerstandskämpfern insgesamt 5 US-Soldaten getötet worden, zwei von ihnen durch Scharfschützen.

Auch wenn der "Bericht des irakischen Widerstands" aufgrund seiner Nähe zum irakischen Widerstand zweifellos auch mit Argwohn zu betrachten ist, so ist doch zumindest der Angriff in al-Karmah auch durch andere Medienberichte gedeckt nur, daß es sich offenbar um einen weitaus schwereren Angriff handelte. Derart offene Angriffe auf US-Konvois sind zweifellos bemerkenswert, da das US-Militär hierauf in der Vergangenheit üblicherweise mit dem Einsatz von Kampfhubschraubern reagiert hat. Dies ist in diesem Fall offenbar nicht geschehen. Die Vermutung, daß die Widerstandskämpfer über neue Möglichkeiten zur Abwehr dieser Maschinen oder aber über genaue Informationen aus nahegelegenen US-Basen verfügen, ist naheliegend.



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