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Stier oder Wiesel?

Eskalationen Israels

13.07.2006  






Das Fortschreiten der derzeitigen Aggression Israels gegen Palästina und den Libanon stellt zunehmend nicht mehr die Frage warum, sondern vielmehr wozu.

Wie hier bereits am Mittwoch befürchtet, eskaliert die Situation in der Region um Israel weiter. Einmal mehr trägt Israel hieran die Schuld. Wie schon im Fall des palästinensischen Gaza-Streifens richtet sich die Wut Israels offenbar erneut gegen die Bevölkerung eines Landes - in diesem Fall des Libanons.

Nachdem am Mittwoch bereits die Stromversorgung im Südlibanon angegriffen wurde, wurde nun der zivile Flughafen in Beirut von Israel bombardiert, was zu dessen Schließung führte. Israel kündigte eine vollständige Luft-, See- und Landblockade des Libanons an. Bei israelischen Luftangriffen wurden nach libanesischen Angaben 52 Zivilisten, darunter 15 Kinder, getötet. 10 Mitglieder einer Familie in dem Ort Dweir und 7 einer Familie in Baflay wurden bei israelischen Luftangriffen getötet.

Als "Rache" für die israelischen Angriffe feuerte die Hizb Allah zahlreiche Raketen auf israelisches Gebiet, wobei 2 Menschen getötet wurden.

All die mittlerweile hunderte getöteten Zivilisten begründen sich gemäß Israels Darstellung durch die Gefangennahme von jetzt 3 israelischen Soldaten und dem unbedingten Willen zu ihrer "Befreiung".

Zweifellos handelt es sich zumindest bei dem Angriff der Hizb Allah um eine Aggression. Die Reaktion Israels hierauf erinnert auf den ersten Blick ebenso offensichtlich an einen Stier, der wegen dreier Mückenstiche seine ganze Umgegend verwüstet. Tatsächlich stellt sich hier allerdings die Frage, ob dies die ganze Wahrheit ist. Auch wenn sicherlich nicht ausgeschlossen werden kann, daß die derzeit amtierende israelische Regierung derart ungezügelt auf "Nadelstiche" reagiert, läßt die Vergangenheit israelischer Politik doch einen anderen Hintergrund vermuten.

Zwar wird das israelische Vorgehen vom überwiegenden teil der Welt - mit Ausnahme der USA und dementsprechend aufgrund der engen "Freundschaft" Angela Merkels zu George W. Bush auch Deutschlands - verurteilt, über diese verbale Kritik hinaus sind aber derzeit keinerlei Folgen für Israel wegen seiner offenkundigen Kriegsverbrechen in Sicht.

Zu einem Zeitpunkt, da sogar die palästinensische Hamas den Staat Israel faktisch anerkannt hat, wird die Situation seitens Israels aufgrund zweier eher unbedeutender Angriffe und der Gefangennahme dreier israelischer Soldaten massiv eskaliert. Während derartige Situationen in der Vergangenheit durch Verhandlungen und den Austausch von Gefangenen gelöst wurden, setzt Israel nun auf militärische Aggression. Die Vermutung, daß der Israel durch die Angriffe zugespielte Ball der Verhinderung eines möglichen Friedens zwischen beiden Staaten von Israel nur zu gern aufgenommen wurde, ist hier sicherlich naheliegend.

Letztlich würde ein solcher Friedensvertrag die nach wie vor bestehenden Träume eines "Groß-Israels" endgültig zerstören. Das Vorgehen Israels gegen zivile Einrichtungen und Zivilisten ist zweifellos geeignet, einen noch weitreichenderen Konflikt auszulösen. Politiker und Militärs, die sich - nicht zuletzt gestützt auf die Atomwaffen Israels - hierbei siegessicher wähnen, könnten überzeugt sein, Israel durch die derzeitige Eskalation diesem Ziel einen entscheidenden Schritt näher zu bringen.

Möglicherweise hat das Vorgehen Israels in Wahrheit weitaus mehr mit den einem Wiesel nachgesagten Eigenschaften gemein.



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