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Neue Kriegsverbrechen

Israel greift Flüchtlingskonvoi an

15.07.2006  






Wie beispielsweise Aljazeera am Samstag berichtete, wurde ein Flüchtlingskonvoi nahe des libanesischen Ortes Marwahin von israelischen Flugzeugen angegriffen.

Ein AP-Photograph sagte, er habe in zwei zerstörten Autos 12 getötete Menschen gezählt. Hasan Hutait, ein Berater des libanesischen Gesundheitsministers gab die Zahl der Opfer, darunter Frauen und Kinder, gegenüber Aljazeera mit "etwa" 15 an. Insgesamt seien damit 79 Menschen durch israelische Angriffe im Libanon getötet worden, so Hutait weiter. AP zitierte die libanesische Polizei mit der Angabe, es seien bisher 106 Menschen getötet worden. Nur wenige Stunden zuvor hatten israelische Soldaten Akram Ghannam, einem Bewohner des nahe der Grenze zu Israel gelegenen Dorfes, zufolge die Bewohner des Dorfes mit Lautsprecherdurchsagen aufgefordert, es zu verlassen. Andernfalls würde es angegriffen und zerstört. Flüchtlinge aus dem Dorf seien von einer Stellung von UN-Friedenstruppen weggeschickt worden, berichtete er. Er betonte, daß es keinerlei Kämpfer der Hizb Allah in dem Ort gegeben habe. Gleichgültig, ob das israelische Militär die Flüchtlinge absichtlich angegriffen hat oder weil sie "versehentlich" für Kämpfer gehalten wurden, so zeigt dieser Vorfall doch erneut, daß Israel in klarem Widerspruch zu den Genfer Konventionen keinerlei Anstrengungen unternimmt, Opfer unter der Zivilbevölkerung zu vermeiden.

Dies zeigt sich auch in den fortgesetzten Kriegsverbrechen durch die Bombardierung ziviler Ziele. So ist der Flughafen in Beirut durch das israelische Bombardement mittlerweile ebenso zerstört wie zahllose Brücken und die Autobahn zwischen Beirut und Damaskus. Ebenso sind Treibstofflager, aber auch Tankstellen Ziel israelischer Bomben und Raketen.

Auch die Hizb Allah riskiert bei ihren Angriffen allerdings ganz bewußt Opfer unter der israelischen Zivilbevölkerung - so diese nicht sogar Ziel der Angriffe ist. Zwar kann nicht ausgeschlossen werden, daß die Hizb Allah bei ihren Raketenangriffen auf die israelischen Städte Haifa - dieser wird von der Hizb Allah allerdings bestritten - und Tiberias hoffte, Basen des israelischen Militärs zu treffen, die sich in beiden Städten befinden, Opfer unter der Zivilbevölkerung scheinen angesichts der Ungenauigkeit der eingesetzten Raketen allerdings weitaus wahrscheinlicher. Israelischen Angaben zufolge wurden bisher 4 israelische Zivilisten bei Angriffen getötet und über 150 verletzt.

Währenddessen scheinen alle Seiten zunehmend unwiderruflich auf eine Eskalation der Lage zuzusteuern, für die der Begriff "Flächenbrand" geradezu verniedlichend wäre.

Am Donnerstag hatte der iranische Präsident Mahmoud Ahmadi-Nejad eine "harte Antwort" für den Fall eines israelischen Angriffs auf Syrien angekündigt. Am Freitag nun sagte der Nationalrat der regierenden Baath-Partei in einer Erklärung, "das syrische Volk ist bereit, dem libanesischen Volk und seinem heldenhaften Widerstand volle Unterstützung zu gewähren, um standhaft zu bleiben und sich der barbarischen israelischen Aggression und ihren Verbrechen entgegenzustellen."

Am Freitagabend kam es dann zu einem Angriff der Hizb Allah auf eine vor der libanesischen Küste liegende Lenkwaffenkorvette. Hierbei wurde das Schiff, das zuvor an den Angriffen auf den Libanon beteiligt war, schwer beschädigt und vermutlich 4 Besatzungsmitglieder getötet. Das Schiff mußte in den Hafen von Haifa geschleppt werden. In ersten Erklärungen der Hizb Allah wie auch des israelischen Militärs hieß es, das Schiff sei von einer mit Sprengstoff beladenen, ferngesteuerten Drohne getroffen worden. Das israelische Militär behauptet mittlerweile, es habe sich vielmehr um eine hochentwickelte radargesteuerte Rakete gehandelt. Diese habe das Schiff nur deshalb treffen können, weil die entsprechenden Gegenmaßnahmen an Bord des Schiffes nicht "voll einsatzbereit" gewesen seien, da die Mannschaft einen solchen Angriff nicht "erwartet" habe.

Israel behauptet nun, iranische Eliteeinheiten hätten nicht nur beim Abschuß der Rakete geholfen, sondern daß diese Rakete des Typs C-802 außerdem auch im Iran hergestellt worden sei. Diese Vorwürfe wurden in einer Erklärung der iranischen Botschaft in Beirut kategorisch zurückgewiesen. Die Ähnlichkeit mit der "Golf von Tonkin"-Lüge, die seitens der USA genutzt wurde, um den Vietnam-Krieg zu beginnen, sind hier offensichtlich.



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