www.freace.de
Impressum

Nachrichten, die man nicht überall findet.





Krieg in Afghanistan

Schwere Kämpfe im Süden

17.07.2006  






In einem Artikel vom Sonntag zitierte AIP einen Sprecher der Taliban, der telephonisch von mehreren schweren Angriffe auf Besatzungstruppen in Afghanistan, aber auch die "afghanische Armee" berichtete.

Dem Sprecher Qari Muhammad Yousaf zufolge griffen Kämpfer der Taliban im Gebiet Haidarabad des Verwaltungsbezirks Garshak in der Provinz Helmand einen Konvoi der "Koalition" mit Mörsern an. Dabei seien zwei Fahrzeuge zerstört und 5 Soldaten getötet worden. Etwa eine Stunde später seien britische Soldaten im Gebiet Mirmand im gleichen Verwaltungsbezirk angegriffen worden, hierbei seien 7 der Soldaten getötet worden, so Youssaf. Im Gebiet Joshali im Verwaltungsbezirk Sangin sei es ebenfalls zu schweren Kämpfen mit ausländischen Soldatn gekommen, er habe aber keine Informationen über Opferzahlen, sagte er. Auch zu einem von ihm berichteten Angriff mit Raketen auf eine Basis der Besatzer im Verwaltungsbezirk Undar der Provinz Ghazni konnte oder wollte er keine Angaben zu Opfern machen.

Bei einem Angriff auf zwei Fahrzeuge der "Koalition" im Gebiet Qila Kalan zwischen Tarin Kot und Chora in der Provinz Uruzgan seien 8 Soldaten - darunter eine nicht genannte Zahl von "afghanischen" Soldaten - getötet worden, so Yousaf weiter. Darüber hinaus sei ein Konvoi der "afghanischen Armee" im Gebiet Mataki im Verwaltungsbezirk Nadali der Provinz Helmand angegriffen worden, wobei 4 Soldaten getötet worden seien.

Zweifellos sind derartige Meldungen der Taliban ebenso skeptisch zu bewerten wie Erfolgsmeldungen des US-Militärs, andererseits meldete AP unter Berufung auf den "afghanischen" General Rahmat Allah Roufi, daß am Montag in der Provinz Helmand 3 "afghanische Soldaten" getötet und 3 weitere verletzt wurden, als sie von einer Bombenexplosion getroffen wurden, während sie einen Versorgungskonvoi begleiteten.

Weitere Bestätigungen der Besatzer für die vorgeblichen Angriffe existieren nicht, allerdings bestätigen Berichte zumindest Kämpfe in den Provinzen Uruzgan und Helmand.

So berichtete die britische BBC am Montag, daß britische Soldaten im Süden Afghanistans "nicht nur Angriffe zurückschlagen, sondern gegen einen entschlossenen Feind um ihr Leben kämpfen". Die Kämpfe, bei denen die britischen Soldaten alle verfügbaren Waffen von Luftangriffen über Artillerie bis hin zu Nahkampfwaffen wie Handgranaten einsetzen, dauern häufig mehrere Stunden.

Noch weitaus deutlicher wurde hier ein Bericht des Scotsman vom Montag. Demnach befand sich die britische Basis in Sangin zwei Wochen lang unter Belagerungszustand. Erst durch den Einsatz mehrerer hundert Soldaten unterstützt von Kampfhubschraubern konnte der Belagerungsring um die Basis gebrochen werden, berichtete ein Sprecher des britischen Militärs gegenüber dem Scotsman. Teilweise war die Basis aufgrund der Belagerung sogar tagelang von der Versorgung durch die Luft abgeschnitten gewesen. Teilweise war die Versorgungslage daraufhin so ernst, daß die Gefahr bestand, die Basis könnte aufgrund von Munitionsmangel überrannt werden.

Hauptmann Drew Gibson, ein Sprecher des britischen Militärs, sagte es habe eine "lächerliche Zahl" von Feindkontakten gegeben. "Wir hatten ein oder zwei Feuergefechte an ruhigen Tagen und fünf oder sechs an schlechten Tagen", sagte er. Die Kämpfer griffen die Basis mit ihren rund 100 Soldaten dabei mit Mörsern, Panzerfäusten, schweren Maschinengewehren und Schußwaffen an.

Zwar gab es bereits Anfang des Monats Berichte, daß bei einem Angriff auf die Basis zwei britische Soldaten getötet worden waren, hierbei wurde aber nicht erwähnt, wie ernst die Lage der Basis war. Die Wahrheit - abgesehen von den äußerst wahrscheinlichen hohen Verlusten der Briten - wurde also erst zugegeben, als sie mit der Erfolgsmeldung der Befreiung der Basis kombiniert werden konnte.



Werbung:


Zurück zur Startseite





Impressum

contact: E-Mail

PAGERANK SEO