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Keulenschwinger

Israels Beziehungen zu Spanien "beschädigt"

20.07.2006  






In Internetforen hat sich sich schon seit langem der Versuch eingebürgert, jegliche Kritik an Israel mit der "Antisemitismus-Keule" zu erschlagen. Daß diese "Diskussionstechnik" derzeit Hochkonjunktur hat, ist angesichts des israelischen Vorgehens im Gaza-Streifen und im Libanon sicherlich kaum erwähnenswert.

Bemerkenswert ist allerdings, wenn dieser Vorwurf als Reaktion auf Vorwürfe wegen der von Israel begangenen Kriegsverbrechen auf internationaler Ebene erhoben wird.

So berichtete Reuters am Donnerstag, der israelische Botschafter in Spanien, Victor Harel, habe gesagt, die Beziehungen zwischen Israel und Spanien seien beschädigt worden, weil der spanische Premierminister José Luis Rodríguez Zapatero Israel bei einem Treffen mit jungen Mitgliedern seiner Partei die Anwendung "mißbräuchlicher Gewalt" vorgeworfen hatte. "Niemand sollte sich mit mißbräuchlicher Gewalt, die nicht unschuldige Menschen schützt, verteidigen", so Zapatero. Dies bezeichnete Harel einer AP-Meldung zufolge als „sehr barsch und sehr ungerecht“. Die Beziehungen Spaniens zu Israels seien derzeit "nicht an ihrem besten Punkt", so Harel gegenüber Journalisten.

Mauricio Hatchwell, ehemaliger Vorsitzender der jüdischen Gemeinschaft in Spanien, ergriff schließlich die Keule, holte weit aus und äußerte seine "tiefe Entrüstung" über Zapateros "antiisraelische und antisemitische" Bemerkungen.

Hierauf reagierte wiederum der spanische Außenminister Miguel Angel Moratinos, empört. Er werde Anschuldigungen von Antisemitismus gegenüber Zapatero nicht tolerieren, so Moratinos. Außerdem warnte er Israel, daß das Vorgehen des israelischen Militärs "Hamas und Hizb Allah Flügel verliehen hat". Es bleibt abzuwarten, ob Zapatero sich gezwungen sehen wird, eine "Klarstellung" zu veröffentlichen.



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