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Nichts ist wie es scheint

Al-Saniora widerspricht Bericht

21.07.2006  






Es war zweifellos eine kleine Sensation. Am Donnerstag veröffentlichte der italienische Corriere della Sera ein Interview mit dem libanesischen Premierminister Fouad al-Saniora, in dem dieser die internationale Staatengemeinschaft um "Hilfe bei der Entwaffnung der Hizb Allah" bat.

Diese habe sich mittlerweile zu einem "Staat im Staat" weiterentwickelt, wurde al-Saniora in der Zeitung zitiert. Auch sei es "kein Geheimnis, daß Hizb Allah auf die politischen Fragen Teherans und Damaskus'" antworte.

Zuvor hatte al-Saniora die israelischen Angriffe auf sein Land immer scharf verurteilt und war mit Kritik an der Hizb Allah mehr als zurückhaltend. Entsprechend groß war die Resonanz in den internationalen Medien auf den Bericht der Corriere della Sera.

Wie allerdings beispielsweise der britische Guardian berichtete, veröffentlichte das Büro al- Sanioras nur wenige Stunden nach Erscheinen des Interviews in der Zeitung bereits ein Dementi. Er sei darin falsch zitiert worden, so die Erklärung.

In Wahrheit habe er gesagt, daß internationale Hilfe benötigt würde, um Israel zum Abzug aus den Shebaa-Farmen zu bewegen.

"Was der Premierminister sagte, war, daß die internationale Gemeinschaft der libanesischen Regierung nicht die Gelegenheit gegeben hat, sich mit dem Problem der Waffen der Hizb Allah zu befassen, da die andauernde Besetzung libanesischen Landes in der Region der Sheeba-Farmen das ist, was zur Anwesenheit der Hizb Allah-Waffen beiträgt", so die Erklärung al-Sanioras' Büros. "Die internationale Gemeinschaft muß uns dabei helfen, einen israelischen Abzug aus den Sheeba-Farmen zu erreichen, so daß wir das Problem der Hizb Allah-Waffen lösen können."

Anders als die Berichte über al-Sanioras Kehrtwende Richtung "Westen" fand dieses offizielle Dementi kaum Beachtung in den Medien. Einmal mehr wird hier zweifellos deutlich, wie fragwürdig - um sie nicht "manipulativ" zu nennen - die "Informationen" der Medienkonzerne häufig sind.



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