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Das libanesische Fallujah

Israel kopiert US-Vorgehen

22.07.2006  






Wie die Medien am Freitag berichteten, fordert Israel die Bewohner des Südlibanons mit abgeworfenen Flugblättern auf, ihre Häuser zu verlassen und in den Norden zu flüchten, da eine Bodenoffensive unmittelbar bevorstehe.

Ungeachtet der Tatsache, daß Israel weiterhin Aufforderungen der Vereinten Nationen, namentlich des Generalsekretärs Kofi Annan, die Angriffe zu beenden, ignoriert, ist dies eine Forderung, die das zukünftige Geschehen nur zu klar werden läßt.

Vor ihrer Offensive gegen die irakische Stadt Fallujah hatten die US-Besatzer ebenfalls alle Bewohner aufgefordert, die Stadt zu verlassen - daß es Berichte gibt, die von US-Scharfschützen berichten, die auf flüchtende Zivilisten nach Beginn der Offensive feuerten, ist hier eine andere Geschichte. Auf Grundlage dieser Aufforderung betrachteten die US-Soldaten bei dem Sturm auf die Stadt jeden dort verbliebenen Menschen als Feind, ungeachtet der Tatsache, daß tausende einfach nicht in der Lage waren, die Stadt zu verlassen. Dies sollte auch als Rechtfertigung für die massive und rücksichtslose Gewaltanwendung dienen, die einen Großteil der Stadt bei ihrer "Befreiung" zerstörte. Erinnerungen an das zerstörerische Vorgehen des US-Mililtärs in Vietnam kommen hier sicherlich nicht von ungefähr. Diese Maßgabe war es vermutlich auch, die beispielsweise zum Einsatz von weißem Phosphor führte.

Tatsächlich gibt es bereits erste Hinweise, daß auch Israel im Libanon diese Waffe einsetzt.

Es ist mit Sicherheit zu erwarten, daß das israelische Militär im Libanon wie schon das US-Militär in Fallujah sich auf die zuvor verbreitete Aufforderung zur Flucht berufen und alle verbliebenen Menschen zu legitimen Feinden erklären wird - mit den absehbaren Folgen.



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