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Nervosität in Washington

Russische Waffen für Venezuela

26.07.2006  






Hugo Chávez, der Präsident von Venezuela, hat Berichten vom Mittwoch zufolge angekündigt, am Donnerstag einen Liefervertrag über 30 Kampfflugzeuge und 30 Kampfhubschrauber mit Rußland abzuschließen, was in den USA offenbar zu gesteigerter Nervosität führt.

So berichtete beispielsweise die russische Kommersant, daß Venezuela einen Vertrag über die Lieferung 24 hochmoderner Kampfflugzeuge des Typs Sukhoi SU-30MK2 "Flanker" und 30 Kampfhubschrauber des Typs Mil Mi-35 "Hind" unterzeichnen wird. Darüber hinaus steht Venezuela derzeit mit dem russischen Unternehmen Rosoboronexport, dem Hersteller von "Kalashnikov"-Sturmgewehren in Verhandlung, um innerhalb Venezuelas zwei Fabriken zur Produktion der Waffen zu errichten.

Voice of America berichtete am Mittwoch, daß die USA die russische Regierung drängten, von dem Vertrag mit Venezuela Abstand zu nehmen, "Wir haben wiederholt mit der russischen Regierung darüber gesprochen, daß die von Venezuela geplanten Waffenkäufe seine Verteidigungsbedürfnisse übersteigen und nicht hilfreich hinsichtlich der Stabilität in der Region sind", sagte der stellvertretende Sprecher des US-Außenministeriums Tom Casey bei einer Pressekonferenz.

Der indische The Hindu meldete am Mittwoch, daß Rußland diese Forderungen der USA zurückgewiesen hat. "Ein Überdenken des Vertrags steht völlig außer Frage. Meiner Ansicht nach sind die 24 Flugzeuge und einige Hubschrauber des Vertrages für die Verteidigung eines kleinen Landes wie Venezuela nicht übertrieben", sagte der stellvertretende russische Premierminister und Verteidigungsminister Sergeij Ivanov.

Das Drängen der USA gegenüber Rußland hinsichtlich des Vetrages zeigt überdeutlich, daß sich die USA durch die Lieferung dieser Waffen bedroht sehen - wenn auch zweifellos nur "passiv". Auch wenn es sich um hochmoderne Kampfflugzeuge handelt, die den bisherigen F-16 aus US-Produktion weit überlegen sind, so ist doch offensichtlich, daß sie allein schon aufgrund ihrer geringen Zahl nicht für einen Überraschungsangriff auf die USA genutzt werden können. Andererseits reicht ihre Zahl sicherlich aus, einen möglichen zukünftigen Angriff der USA auf Venezuela weitaus verlustreicher zu gestalten, als dies in den bisherigen strategischen Planungen der USA der Fall war.

Die Nervosität Washingtons angesichts dieses Waffenkaufs Venezuelas legt also zumindest die Vermutung nahe, daß seitens der USA insgeheim ein US-Angriff auf das ölreiche Land nicht ausgeschlossen wird.



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