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Versuchsfeld Gaza

Palästinensischer Arzt beschuldigt Israel

31.07.2006  






Am Montag stand der palästinensische Azrt Dr. Juma al-Saqqa, der stellvertretende Direktor des Al-Shifa-Krankenhauses in Gaza, Besuchern der Website IslamOnline für Fragen zur Verfügung. In seinen Antworten beschuldigte er das israelische Militär offen, neuartige und nicht-konventionelle Waffen im Gaza-Streifen einzusetzen beziehungsweise zu erproben.

Nach der Wirkung der eingesetzten Waffen gefragt antwortete der Arzt: "Wir befassen uns mit der Wirkung der Waffen, also kann ich sagen, daß sie neuerdings eingesetzt werden. Sie verursachen schwere Schäden und Verbrennungen im Gewebe bis hinunter zu den Knochen. Sie verursachen auch Zersplitterung in den Körpern der Märtyrer als auch das Schmelzen von Gewebe mit Entstellung der verletzten Menschen. Diese Waffen könnten Phosphor-basiert oder Laser-Energie sein."

"Wirklich, die Israelis benutzen unbekannte Arten von Waffen, die sehr gefährlich sind. Diese Waffen, wie ich schon zuvor erwähnte, haben giftige und radioaktive Materialien. Zusätzlich enthalten sie Schrapnells, die kleiner als ein Stecknadelkopf sind. Wir können diese Schrapnells in den Körpern der Verletzten nicht verfolgen, aber sie verursachen im Körper schwere Verbrennungen", sagte er.

Zwar sei bereits bei den ersten Bombardements durch das israelische Militär das kriminologische Labor zerstört worden, so daß eine genauere Untersuchung der eingesetzten Waffen nicht möglich sei, alle entsprechenden Fälle würden aber detailliert dokumentiert, so al-Saqqa weiter. Wiederholt seien Aufrufe an internationale Organisationen herausgegeben worden, in den Gaza-Streifen zu kommen und die gesammelten Beweise selbst zu untersuchen, bisher verhallten diese Aufrufe allerdings ungehört.

Eine Behandlung der durch die Waffen verursachten Verletzungen - die häufig zur Amputation von Gliedmaßen führen - wird durch die Zerstörung der Stromversorgung durch das israelische Militär weiter verschärft. Zwar besitzt das Krankenhaus auch Notstromgeneratoren, diese seien aber nicht in der Lage, das ganze Krankenhaus mit ausreichend Strom zu versorgen. Außerdem sei die Versorgung mit dem zu ihren Betrieb notwendigen Diesel schwierig aufrechtzuerhalten, da Israel Lieferungen in den Gaza-Streifen erschwert. "Auch tun Israel und die USA ihr bestes, um die Lieferung von Medikamenten in die Krankenhäuser in Gaza zu erschweren. Dies verschlimmert die Situation", sagte al-Saqqa.

Al-Saqqa zufolge findet sich auf einigen der in Opfern gefundenen Splitter die Aufschrift "TEST". Sollte dies zutreffen, so wäre es ein klarer Hinweis darauf, daß die Waffen aus den USA - vermutlich zur Erprobung - an Israel geliefert wurden, da das israelische Militär seine Waffen für gewöhnlich in hebräisch beschriftet.

Nicht nur bei Angriffen direkt verletzte Menschen, sondern auch anscheinend unverletzte Umstehende sind von der Wirkung der Waffen nach Aussage des Arztes betroffen. "Zuerst betrifft es die verletzten Menschen, dann die Menschen die vor Ort waren, sie leiden später an der Wirkung. Ein weiteres bedeutendes und schweres Problem ist, daß verletzte Patienten, die einen stabilen Zustand erreichen, so ein oder zwei Tage bleiben, dann verschlechtert sich ihr Zustand und manchmal sterben sie. Was ist der Grund? Wir wissen es nicht. Wir haben versucht, den Grund für die plötzlichen Tode zu untersuchen, aber wir konnten ihn nicht herausfinden", so der Arzt.

Der Gaza-Streifen sei nur ein "Versuchsfeld", sagte er.



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