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Langsames Ausbluten

Probleme des US-Militärs

01.08.2006  






Ein Bericht der Washington Times vom Montag zeigt, daß selbst die gigantischen Aufwendungen des Pentagons nicht ausreichen, um die durch die Kriege im Irak und in Afghanistan an Ausrüstung des US-Militärs verursachten Schäden zu beheben.

Obwohl allein der anhaltende Krieg gegen den Irak monatlich 5 Milliarden US-Dollar verschlingt, reicht diese Summe nicht aus, durch Angriffe oder die Umweltbedingungen im Irak - insbesondere den überall eindringenden Sand - beschädigte Fahrzeuge und Flugzeuge wieder instandzusetzen. Zwar seien die Besatzungstruppen vor Ort nach wie vor mit funktionsfähigem Material ausgestattet - wobei auch hieran bereits ernste Zweifel bestehen - dies geht aber offenbar zu Lasten von derzeit nicht im Irak beziehungsweise Afghanistan stationierten Einheiten.

Daher hat US-General Peter Schoomaker, der Stabschef des US-Heeres, beim US-Kongreß Notmittel in Höhe von 17 Milliarden US-Dollar für die Instandsetzung beantragt. Weitere 40 Milliarden US-Dollar sollen demnach in den nächsten drei Jahren hierfür aufgewendet werden. Er verwies darauf, daß die Fahrzeuge weit über die vorgesehenen Belastungsgrenzen eingesetzt werden. Panzer des Typs M1A1 "Abrams" sind für eine jährliche Fahrstrecke von 800 Meilen (1.287 Kilometer) ausgelegt. Tatsächlich legen sie mit über 4.000 Meilen (6.437 Kilometer) im Irak jährlich mehr als die fünffache Strecke zurück. Bei Lastwagen liegt dieses Verhältnis sogar beim sechsfachen, so Schoomaker.

Dem Demokratischen Kongreßabgeordneten John P. Murtha zufolge sind derzeit in den USA stationierte Einheiten teilweise kaum noch einsatzbereit. Der "größte Teil von ihnen hat nur den niedrigsten Bereitschaftsgrad", so Murtha. Mehrere Basen seien derart unterfinanziert, daß nicht nur die Zeiten in der Messe gekürzt wurden, um Geld zu sparen, sondern sogar Geld fehle, um Reparaturen durchzuführen.

Murtha sagte, es wäre derzeit "unmöglich, eine zweite Front zu unterhalten, fast unmöglich, Truppen an einer zweiten Front einzusetzen", da den Einheiten das benötigte Material fehle.

Dies ist ein weiterer Beleg dafür, wie effektiv der derzeit vom irakischen Widerstand gegen die Besatzer geführte Zermürbungskrieg letztlich ist. Wie schon in unzähligen anderen Fällen, hier sei nur auf Afghanistan und Vietnam verwiesen, ist es auch im Irak wieder für die Besatzer kaum möglich, langfristig gegen entschlossene und zahlreiche Widerstandskämpfer zu bestehen.



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