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Kriegslust

Israelis unterstützen Krieg

02.08.2006  






Wie AP am Dienstag berichtete, zeigt eine am gleichen Tag in der israelischen Tageszeitung Maariv veröffentlichte Umfrage unter der israelischen Bevölkerung, daß diese mit großer Mehrheit hinter dem derzeit geführten Krieg gegen den Libanon und Palästina steht - trotz der zahlreichen seitens Israels begangenen Kriegsverbrechen.

80 Prozent der 500 befragten Erwachsenen sagten, sie unterstützten das Vorgehen des israelischen Militärs. 74 Prozent sagten, der israelische Premierminister Ehud Olmert und seine Regierung leisteten "großartige Arbeit". Die Fehlerquote der Befragung wurde mit 4,4 Prozentpunkten angegeben. In der nicht-arabischen Bevölkerung Israels liegt die Zustimmung sogar bei über 90 Prozent.

Yehuda Ben Meir, ehemaliger stellvertretender Außenminister Israels und heute leitendes Mitglied des "Jaffee Center for Strategic Studies", sagte, die israelische Bevölkerung sei sich in ihrer Unterstützung des Krieges deshalb so einig, weil sie den Angriff der Hizb Allah auf die israelischen Soldaten als unprovoziert ansehen - wobei es hartnäckige Gerüchte gibt, der Angriff habe sich auf libanesischem Gebiet ereignet. Außerdem glauben die Menschen Meir zufolge, daß die Hizb Allah eine "Bedrohung für das Überleben Israels" darstelle. Sollte der Angriff auf die israelischen Soldaten auf israelischem Gebiet erfolgt sein, so wäre dies zweifellos als Angriff zu bezeichnen. In der Vergangenheit reagierte Israel auf die Gefangennahme israelischer Soldaten durch die Hizb Allah allerdings nicht mit einem Großangriff, sondern mit dem Austausch von Gefangenen.

Daß die Hizb Allah - wenn überhaupt - erst durch den Krieg Israels gegen den Libanon, bei dem das Land zunehmend in Schutt und Asche gelegt wird, zu einer Bedrohung für Israel geworden ist, zeigt eine vom israelischen Außenministerium veröffentlichten Liste der Angriffe der Hizb Allah auf Israel vor Beginn des Krieges. Für das ganze Jahr 2006 wird dort nur ein einziger Angriff auf Israel - genauer gesagt auf eine Basis der israelischen Armee - genannt. Im Jahr 2005 waren es insgesamt 5 Angriffe. Erst der Angriff Israels führte also zu dem völkerrechtswidrigen Beschuß israelischer Städte mit Raketen durch die Hizb Allah.

Es sind zweifellos auch und gerade Äußerungen wie jene des Yesha Rabbinerrats, der als direkte Reaktion auf den verheerenden israelischen Angriff auf ein Wohnhaus in dem libanesischen Ort Qana erklärte, daß es "gemäß jüdischem Recht in der Zeit einer Schlacht oder des Krieges nicht so etwas wie 'Unschuldige' unter den Feinden gibt. All die Diskussionen über christliche Moral schwächen den Geist unserer Armee und der Nation und kosten uns das Blut unserer Soldaten und Zivilisten."

Bemerkenswert ist hier sicherlich auch, daß der Rabbinerrat durchaus die Existenz von Zivilisten auf israelischer Seite anerkennt. Zwar umfaßt das hebräische Yesha faktisch derzeit nur die von israelischen "Siedlern" besetzten Gebiete, so daß eine extremistischere Grundhaltung hier nicht verwundern kann, deren Bevölkerung allein liegt derzeit aber bei etwa einer Viertelmillion Menschen, so daß derartige Aussagen keineswegs ungehört bleiben.



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