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Folgen eines Kriegsverbrechens

Weitere libanesische Familie fast ausgelöscht

09.08.2006  






Bereits unzählige Male wurden im Libanon Wohnhäuser durch den israelischen Bombenhagel zerstört. In einer am Mittwoch veröffentlichten Meldung gab AP einigen Opfern eines solchen Angriffs im Beiruter Stadtteil Chiah, der zuvor nicht angegriffen worden war, ein Gesicht.

Der 45 Jahre alte Ali Rmeity lebte mit seiner Ehefrau Hoda und seinen vier Kindern in dem von israelischen Bomben getroffenen Wohnblock in Chiah. In einer weiteren Wohnung im gleichen Haus lebte einer seiner Brüder mit dessen Familie. Sie alle waren zuhause, als die Bomben am Montag kurz nach Einbruch der Dunkelheit einschlugen.

"Ich war müde und so ging ich ins Schlafzimmer und legte mich ins Bett. Fünf Minuten später fielen die Bomben und ich fand mich um Hilfe schreiend unter den Trümmern wieder", berichtete Rmeity am Dienstag in seinem Krankenbett. "Meine Ehefrau, die auf dem Balkom war, wurde in die Luft geschleudert. Sie fanden sie irgendwo, ich weiß nicht wo." Sie wird in einem benachbarten Krankentimmer behandelt. Sie erlitt schwere Lungenverletzungen und zahlreiche Knochenbrüche. Ihr 9 Jahre alter Sohn Hussein befindet sich aufgrund eines Schädeltraumas und einer Gehirnquetschung auf der Intensivstation. Ihr 22 Jahre alter Sohn Mohammed, ihre 19-jährige Tochter Fatima und der 16 Jahre alte Malak wurden durch die Bomben getötet.

Ebenso starben Rmeitys Eltern, seine drei Brüder und zwei Schwestern in den Trümmern des Hauses wie auch die Familie seines dort lebenden Bruders. Insgesamt starben 15 seiner Angehörigen durch das israelische Bombardement des Wohnhauses. Aus Angst, daß der Schock dieser Tatsache zu groß für ihn wäre, haben ihm die Ärzte bisher nur vom Tod seiner Mutter berichtet. "Ich weiß, daß meine Mutter gestorben ist, möge Gott Mitleid mit ihrer Seele haben", sagte Rmeity mit bebenden Lippen und grünen Augen, die sich mit Tränen füllten.

Bisher wurden von Rettungskräften 41 Leichen aus den Trümmern des Hauses geborgen.



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