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Der Weg in den Haß

Das Verbrechen gegen die Menschheit

09.08.2006  






Betrachtet man derzeit muslimische und arabische Internetforen im In- und Ausland, so ist nur zu offensichtlich, wie die Wut der dort schreibenden mit jedem Einschlag einer israelischen Bombe und dem Tod unschuldiger Zivilisten im Libanon wächst.

Zwar wurde Israel von vielen schon immer als Stachel in der arabischen Seele angesehen, die nun durch die seit fast einem Monat andauernden Angriffe ausgelösten Gefühle eines Großteils der Menschen in der arabischen Welt haben allerdings eine gänzlich andere Qualität. Stimmen, die nur als haßerfüllt zu bezeichnen sind, werden immer lauter und finden mehr Gehör. Aber auch in "westlichen" Foren wird die Wut auf Israel immer deutlicher sichtbar. Dies kann sicherlich nicht verwundern, könnte es doch kaum offensichtlicher sein, wer hier seine militärische Macht rücksichtslos einsetzt. Während im israelischen Bombenhagel mittlerweile über 1.000 Libanesen getötet wurden, steht die Zahl der durch Raketenangriffe der Hizb Allah getöteten israelischen Zivilisten derzeit bei 36. Zahlen wie diese, Bilder von zerstörten Hochhäusern, Berichte über immer neue Kriegsverbrechen aber immer wieder auch Aussagen hochrangiger israelischer Regierungsmitglieder und Militärs, die letztlich Drohungen enthalten, den Libanon "in die Steinzeit zu bomben", machen es den Menschen leicht, Partei für den geschundenen Libanon zu ergreifen.

Diese Reaktion - vor allem in der arabischen Welt und insbesondere unter Shiiten, die dem Grundsatz "Unterdrücke nicht und lasse Dich nicht unterdrücken" folgt - war zweifelsohne vorauszusehen. Ebenso, wie der Aufschrei der arabischen Welt angesichts der israelischen Kriegsverbrechen vorauszusehen war, so war aber auch vorauszusehen, daß die USA es wie schon so häufig in der Vergangenheit verhindern würden, daß Israel durch den UN-Sicherheitsrat ihretwegen verurteilt würde. Dies wiederum bestärkt zahllose Menschen noch weiter in ihrer ohnehin schon gefestigten Ansicht, daß die USA jedes Unrecht Israels decken - wenn nicht gar steuern. Wollte man den so oft beschworenen „Kampf der Kulturen“ anheizen, das Vorgehen Israels, seine Rückendeckung durch die USA und weiterer Länder, darunter auch Deutschland, der bestenfalls zur Untätigkeit verdammte UN-Sicherheitsrat - so er denn nicht schließlich doch Partei für Israel ergreifen wird - aber auch die überwiegend eindeutig parteiischen "westlichen" Medien könnten nicht besser dazu geeignet sein.

Und dieser weltweit angestachelte Haß - hier sei nur auf den Kommentar des Schriftstellers Jostein Gaarder in der norwegischen Aftenposten vom Samstag verwiesen, in dem dieser Israel angesichts dessen "skrupelloser Kriegskunst" offen das Existenzrecht absprach - macht das Vorgehen Israels moralisch noch weitaus verbrecherischer als seine bloßen Bomben. In unzähligen Seelen wird hier Haß und Wut gesät, die auch nach dem wie auch immer gearteten Ende des Krieges weiterlodern werden.

Neben den israelischen Verbrechen gegen die Menschlichkeit ist dies ein Verbrechen gegen die Menschheit.





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