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Mit Gewalt gegen Demonstranten

Israelisches Militär verletzt mehrere Menschen schwer

13.08.2006  






Wie die Organisation "International Solidarity Movement" in einem durch mehrere Photographien belegten Artikel am Freitag berichtete, sind mehrere Teilnehmer einer friedlichen Demonstration gegen die israelische "Mauer" durch israelische Soldaten und Grenzpolizisten teilweise schwer verletzt worden.

Die Demonstranten waren in dem Ort Bil'in auf dem Weg zu der "Mauer", als Polizisten, die entlang der üblichen Protestroute standen, begannen, mit Gummimantelgeschossen auf sie zu feuern. Ein Israeli, von dem nur der Vorname Lymor genannt wurde, wurde von drei Kugeln getroffen, von einer im Hals und von einer knapp über dem rechten Ohr. Anfangs verhinderte das israelische Militär die Bergung des Mannes, was durch seine Kopfwunde zu einem starken Blutverlust führte. Schließlich brachten ihn Soldaten in einem Krankenwagen des Militärs ins Krankenhaus Tel Hashomer in Tel Aviv. Dort wurde eines der Gummimantelgeschosse bei einer Operation aus seinem Schädel entfernt und er in ein künstliches Koma versetzt. Er befindet sich derzeit in einem stabilen Zustand, hat aber Gehirnverletzungen noch nicht bekannten Ausmaßes davongetragen.

Rina, eine aus Dänemark stammende Demonstrantin, erlitt einen Schädelbruch und eine Gehirnquetschung, als ein Soldat mit seinem Gewehrkolben auf sie einschlug. Sie liegt derzeit in einem Krankenhaus in Hebron in der West Bank. Sie ist zwar bei Bewußtsein, kann aber nicht gehen.

Zwar stehen bei den Demonstrationen Krankenwagen bereit, da es häufig zu derartigen Übergriffen israelischer Polizisten und Soldaten kommt, da der Angriff in diesem Fall allerdings ungewöhnlich früh erfolgte, waren diese zu dem Zeitpunkt noch nicht zur Stelle.

Insgesamt wurden 14 Demonstranten, 9 von ihnen durch Gummimantelgeschosse, verletzt.



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