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Angriff ist die beste Verteidigung?

Wackliger Waffenstillstand im Libanon

14.08.2006  






Seit 07:00 Uhr am Montag sollen aufgrund der UN-Resolution 1701 im Libanon die Waffen schweigen. Nicht nur, daß es bereits mehrere Fälle gibt, in denen dieser Waffenstillstand gebrochen wurde, insbesondere Aussagen der israelischen Regierung lassen kaum auf einen anhaltenden Waffenstillstand hoffen.

So berichtete die israelische Haaretz am Montag, daß israelische Soldaten am Morgen einen Kämpfer der Hizb Allah erschossen haben, der aus einem Versteck gesprungen war und sie angegriffen hatte. Der Vorfall ereignete sich nahe dem Dorf Ghanduriya.

Die irische BreakingNews meldete unter Berufung auf das israelische Militär einen weiteren Zwischenfall. Demnach haben israelische Soldaten gegen 10:00 Uhr Ortszeit das Feur auf eine Gruppe bewaffneter Hizb Allah-Kämpfer eröffnet, die sich den Soldaten "auf eine bedrohliche Art näherten". Dabei sei einer der Kämpfer getroffen worden, es sei aber nicht bekannt, ob er verwundet oder getötet worden sei, so das Militär. Dieser Angriff geschah in der Nähe des Dorfes Hadatha.

Schon die Tatsache, daß der Angriff auf die Männer bei Hadatha nach Ansicht des israelischen Militärs nur "Selbstverteidigung" war, zeigt die weitreichende Auslegung dieses Israel in der Resolution zugestandenen Rechts. Noch weitaus deutlicher wird dies durch eine Meldung der australischen Website News.com.au, der zufolge israelische Stellen erklärt haben, daß Israel auch im Rahmen des Waffenstillstands Angriffe gestattet seien, um den Nachschub mit Waffen für die Hizb Allah zu unterbinden und um Stellungen der Hizb Allah zu "räumen". Auch solche Angriffe dienten demnach nur der "Selbstverteidigung". Ein namentlich nicht genannter "hochrangiger israelischer Beamter" sagte, dies schließe auch Luftangriffe auf "Waffentransporte" im ganzen Libanon ein.

Der israelische Premierminister Ehud Olmert sagte am Montag vor dem israelischen Parlament, Israel werde auch weiterhin "Jagd" auf Anführer der Hizb Allah machen - zweifellos die Ankündigung von Versuchen der "gezielten Tötungen", wie sie in Palästina seit Jahren - mit zahllosen Opfern unter der Zivilbevölkerung - praktiziert werden.

Angesichts von Nachschubproblemen des israelischen Militärs im Libanon kündigte ein israelischer General offen Plünderungen von libanesischen Geschäften an. "Wenn unsere Kämpfer tief in libanesischem Gebiet kein Essen oder Wasser haben, dann glaube ich, daß sie in libanesische Geschäfte einbrechen können, um das Problem zu lösen", sagte Brigadegeneral Avi Mizrahi, Leiter des Nachschubwesens des israelischen Militärs gegenüber dem Armeerundfunk. "Wenn sie Wasser aus den Geschäften nehmen müssen, dann können sie es nehmen."



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