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Spekulationsgewinn

Krieg gegen Libanon war geplant

16.08.2006  






Wie die israelische Haaretz am Dienstag unter Berufung auf die israelische Zeitung Ma'ariv berichtete, hat der israelische Generalstabschef Dan Halutz nur wenige Stunden nach der Gefangennahme zweier israelischer Soldaten durch die Hizb Allah ein bedeutendes Aktienpaket abgestoßen.

Wie Halutz gegenüber der Ma'ariv selbst bestätigte, hat er am am 12. Juli sein Anlageportfolio im Wert von 120.000 Israelischen Schekel - rund 21.600 Euro - verkauft. Dies habe allerdings nicht im Zusammenhang mit der Gefangennahme der israelischen Soldaten und dem darauf folgenden Krieg gegen den Libanon gestanden, sondern sei allein aufgrund von vorangegangenen Verlusten erfolgt, so Halutz.

"Es war mein Aktienportfolio, bei dem ich 25.000 Schekel [4.500 Euro] verloren hatte", so Halutz. "Es ist wahr, daß ich das Portfolio am 12. Juli 2006 verkaufte, aber es ist unmöglich, dies mit dem Krieg in Verbindung zu bringen. Zu der Zeit erwartete ich keinen Krieg oder dachte, daß es einen geben würde."

Während "hochrangige Quellen" innerhalb des israelischen Generalstabs sagten, es sei aufgrund des "moralischen Fehlverhaltens" des Generalstabschefs unvermeidlich, daß Halutz zurücktrete - eine Forderung, die auch bereits von mehreren Knesset-Abgeordneten aufgestellt wurde - hat sich die israelische Finanzaufsichtsbehörde hinter Halutz gestellt. Das israelische Gesetz gegen Insiderhandel beziehe sich nur auf einzelne Unternehmen, nicht auf eine Einschätzung der Entwicklung des gesamten Marktes.

Letztlich ist dies aber sicherlich nicht der entscheidende Punkt. Zweifellos war klar, daß ein Krieg gegen den Libanon sich negativ auf die Aktienkurse in Israel auswirken würde. Halutz' Behauptung, sein Aktienverkauf sei rein zufällig zu einem Zeitpunkt geschehen, da er sicherlich aufgrund der militärischen Lage auch anderweitig voll ausgelastet gewesen wäre, kann mit größter Wahrscheinlichkeit als reine Schutzbehauptung bezeichnet werden.

Dies bedeutet allerdings im Umkehrschluß, daß Israel zu keinem Zeitpunkt an eine andere als eine militärische Reaktion auf die Gefangennahme der beiden Soldaten gedacht hat. Dies belegt denn auch, daß die jahrelangen Planungen des israelischen Militärs für einen Krieg gegen den Libanon weitaus mehr als nun in die Tat umgesetzte Planspiele, sondern vielmehr sehr zielgerichtete Vorbereitungen waren.



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