www.freace.de
Impressum

Nachrichten, die man nicht überall findet.





Fast neues Kanonenfutter

USA greifen auf Reserve zurück

22.08.2006  






Wie Reuters am Dienstag berichtete, wird das US-Korps der Marineinfanterie in den nächsten Monaten tausende Reservisten einberufen, um einen Mangel an Soldaten im Irak auszugleichen.

Oberst Guy Stratton, dem Leiter der Mobilisierungspläne der US-Marineinfanterie, sagte, daß in den kommenden 18 Monaten etwa 1.200 Mitglieder der "Individual Ready Reserve" (IRR) einberufen würden. Die von US-Präsident George W. Bush erteilte Genehmigung begrenzt die unfreiwillige Einberufung von Reservisten auf höchstens 2.500 zur gleichen Zeit. Jeder so einberufene Reservist kann bis zu 24 Monate eingesetzt werden. Insgesamt umfaßt die IRR rund 35.000 Reservisten.

"Die Genehmigung gilt, bis der GWOT [der von Bush ausgerufene "Global War on Terrorism" - "Weltweiter Krieg gegen den Terrorismus"] vorüber ist", so Stratton. "Solange man uns nichts gegenteiliges mitteilt, werden wir sie nutzen."

Experten äußern sicherlich berechtigte Befürchtungen, daß dieses Vorgehen sich negativ auf die Zahl der angeworbenen Rekruten auswirken wird - die von US-Marineinfanteristen unterzeichneten Verträge verpflichten sie neben einer vier Jahre dauernden Dienstzeit zu einer eben so langen Zeit als Reservisten. Wenn nun in Ermangelung anderer Soldaten zunehmend auch auf diese Reservisten zurückgegriffen wird, so dürfte dies zweifellos neue Rekruten abschrecken, auch wenn dies von Stratton bestritten wird.

Tatsächlich kann dieser Schritt allerdings als weiterer Hinweis auf die US-Verluste im Irak dienen. Da die US-Marineinfanterie nach eigenen Angaben die gesteckten Ziele zur Anwerbung neuer Rekruten erfüllt kann dieser Mangel an Soldaten im Irak letztlich nur auf steigende Verluste aufgrund des irakischen Widerstands zurückgeführt werden.



Werbung:


Zurück zur Startseite





Impressum

contact: E-Mail

PAGERANK SEO