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Kriegsfolgen

Wenn das Töten nach Hause kommt

29.08.2006  






In den USA gibt es bereits zahlreiche Fälle, in denen Soldaten die im Irak gewohnte Verhaltensweise, Probleme gewaltsam zu lösen, auch nach ihrer Rückkehr in die USA anwandten und Menschen töteten oder verletzten. Eine kurze Meldung des britischen Telegraph vom Dienstag zeigt nun, daß dieses Problem keineswegs auf die USA beschränkt ist.

Demnach wurde ein 20 Jahre alter britischer Gefreiter am Montag verhaftet, nachdem er einen 43-jährigen Mann in der Stadt Torquay mit einem Messerstich tödlich verletzte. Versuche von Sanitätern, das Leben des Mannes zu retten, scheiterten noch vor Ort.

Der Gefreite, ein Mitglied des 1. Bataillons der leichten Infanterie von Devonshire und Dorset war erst in der vergangenen Woche aus dem Irak nach Großbritannien zurückgekehrt und „wie ein Held empfangen“ worden.

Dieser Fall zeigt einmal mehr die grundlegenden Persönlichkeitsveränderungen auf, die durch einen Kriegseinsatz verursacht werden, deren Grundstein aber zweifellos bereits in der militärischen Ausbildung gelegt wird, die den Menschen das Töten anderer Menschen anerzieht. Letztlich scheint es angesichts der steigenden Zahl von "Auslandseinsätzen" - eine vorsichtige Umschreibung von Politikern für die Beteiligung an Angriffskriegen - der deutschen Bundeswehr nur noch eine Frage der Zeit, bis es auch in Deutschland zu einem solchen Fall kommt - so dies nicht bereits geschehen und vertuscht worden ist.

Einmal mehr läßt dieser Fall aber auch erahnen, wie die Besatzer im Irak - und anderswo - gegen die dortige Bevölkerung vorgehen. Wenn es Soldaten nicht einmal gelingt, nach ihrer Rückkehr in ihr Heimatland Konflikte ohne Anwendung tödlicher Gewalt zu lösen, so zeigt dies zweifellos, wie alltäglich die Gewaltanwendung in den besetzten Ländern ist.





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