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Geschichtsstunde

"Unfälle" in Afghanistan

02.09.2006  






Der Anfang vom Ende wurden für das russische Militär in Afghanistan dadurch besiegelt, daß die damaligen Mujaheddin - aus denen die Taliban hervorgingen - insgeheim von den USA mit tragbaren Boden-Luft-Raketen (MANPADS) beliefert wurden, wodurch das russische Militär seine Luftüberlegenheit verlor.

Meldungen der letzten Tage lassen vermuten, daß das gleiche Schicksal nun auch die derzeitigen, von den USA geführten Besatzer Afghanistans ereilen könnte, auch wenn offiziell nur von "Unfällen" gesprochen wird.

So meldete die NATO, daß am Donnerstag ein niederländisches Kampfflugzeug des Typs F-16 "Eagle" in Afghanistan abgestürzt ist. Der Ort des Absturzes wurde "aus Sicherheitsgründen" nicht genannt, die NATO betonte aber, daß der Absturz "nicht durch Feindeinwirkung" verursacht worden sei. Tatsächlich dürfte es allerdings schwerfallen, einen anderen Grund für die Geheimhaltung der Absturzstelle zu finden, da allgemein bekannt ist, daß ausländische Kampfflugzeuge im Luftraum über Afghanistan eingesetzt werden. Die Maschine stürtzte nach Angaben der NATO gegen 07:00 Uhr ab, nachdem der Pilot, der bei dem Absturz getötet wurde, SOS gefunkt hatte.

Am Samstag nun - nur zwei Tage später - ist erneut ein Flugzeug der Besatzer in Afghanistan abgestürzt, wie USA Today berichtete. Zwar gibt es bisher noch keine Informationen über den Typ des Flugzeugs, da bei dem Absturz in der Nähe der südafghanischen Stadt Kandahar aber offiziellen Angaben der NATO zufolge 14 britische Soldaten getötet wurden, handelte es sich offensichtlich um eine Transportmaschine.

Das "Flugzeug unterstützte eine Mission der NATO. Es verschwand vom Radar und zerschellte auf freiem Gelände in [der Provinz] Kandahar", etwa 20 Kilometer westlich der Stadt Kandahar, sagte Major Scott Lundy, ein Sprecher der ISAF-Truppen in Afghanistan. Lundy zufolge "gab es keinen Hinweis auf einen feindlichen Angriff". Vor dem Absturz habe die Maschine "technische Probleme" gehabt, so die ISAF in einer Erklärung.

Abd al-Khaliq, ein Sprecher der Taliban, sagte andererseits, daß die Maschine mittels einer Stinger-Rakete abgeschossen worden sei.

Diese Erklärung erscheint zumindest weitaus wahrscheinlicher, müßten sich die Besatzer doch sonst die Frage nach der Qualität der an ihren Flugzeugen durchgeführten Wartung gefallen lassen.

Tatsächlich kommt es in Afghanistan immer wieder zu Abstürzen, die dann als "Unfälle" bezeichnet werden. Der Verdacht, daß die Lufthoheit der Besatzer in Afghanistan bröckelt, scheint sich also zu erhärten. Bemerkenswert ist hier auch, daß dies seitens der Besatzer so vehement geleugnet wird. Auch ihnen ist offenbar nur zu bewußt, daß sie sich damit dem Schicksal der Sowjet-Union in Afghanistan einen entscheidenden Schritt nähern würden.





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