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Rußland rüstet auf

Kurs auf neuen "Kalten Krieg"?

04.09.2006  






Mehrere Meldungen der vergangenen Tage belegen zunehmende Spannungen zwischen den USA und Rußland und werfen letztlich die Frage auf, ob beide Länder - und mit ihnen die Welt - auf einen neuen "Kalten Krieg" zusteuern.

So berichtete die russische Nachrichtenagentur RIA Novosti am Freitag unter Berufung auf den Kommandeur der russischen Luftwaffe, General Vladimir Mikhailov, daß noch in in diesem Jahr die ersten Kampfbomber des neuen Modells Sukhoi Su-34 "Fullback" in Dienst gestellt werden sollen. Dies wurde sowohl seitens des Herstellers Chkalov Aircraft Production Association als auch seitens Sukhoi, das das Flugzeug entwickelte, bestätigt.

Bei der Entwicklung der Su-34 wurde nicht nur auf die Kampf- und Flugeigenschaften geachtet, sondern auch auf einen deutlich erhöhten Komfort für die zweiköpfige Besatzung. Diese sitzen - anders als in anderen Kampfflugzeugen - nicht hinter- sondern nebeneinander. Außerdem steht die gesamte Kabine unter Druck, so daß die Piloten auch in 10 Kilometer Höhe keine Sauerstoffmasken brauchen. Die Kabine ist groß genug, als daß die Piloten aufstehen können. Für jeweils einen reicht der Platz auch aus, um sich auf dem Boden hinzulegen, um auf langen Flügen zum Einsatzort etwas zu schlafen. Ebenso wurde ein Mikrowellenofen zur Erwärmung von Speisen und eine Toilette eingebaut.

Mit den standardmäßigen Abwurftanks hat das Flugzeug eine Reichweite von 3.000 Kilometern, kann aber in der Luft betankt werden. Durch weitere Zusatztanks kann die Reichweite auf bis zu 4.000 Kilometer erhöht werden, ohne daß ein Auftanken notwendig ist. Zwar betonte Mikhail Simonov, Projektleiter der Entwicklung der Su-34, daß Überführungen aus dem Osten Rußlands nach Tajikistan aufgrund von aus Wettergründen geschlossenen Flughäfen und der erforderlichen Ruhepausen üblicherweise 7 Tage dauere, andererseits bringt dies auch nordamerikanische Ziele in Reichweite.

Am gleichen Tag meldete RIA Novosti auch die Indienststellung des Patrouillenbootes "Astrakhan", das erste eines neuen Typs, der "Stealth"-Fähigkeiten besitzt - von gegnerischem Radar also nur schwer zu orten ist - und außerdem mit zahlreichen Artilleriesystem bestückt werden kann, die bisher nur auf Zerstörern eingesetzt wurden. Die "Astrakhan" wurde an die Kaspische Flotte übergeben.

Nur wenige Tage zuvor, am Dienstag, hatte Richard Lugar, Vorsitzender des Komitees des US-Senats für internationale Angelegenheiten, Rußland neben Venezuela und dem Iran als "gegnerisches Regime" bezeichnet.

Am Freitag dann warnte der Moskauer Bürgermeister Yury Luzhkov bei einer Rede vor Studenten vor neuen Spannungen mit "dem Westen".

"Wir müssen auf weitere Komplikationen in den Beziehungen mit dem Westen vorbereitet sein. Die Einstellung der westlichen Länder zu uns hat sich dramatisch verändert, weil Rußland wieder an Macht gewinnt", sagte er.





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