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Kontrollverlust

Widerstand kontrolliert irakische Provinz

06.09.2006  






Einem Bericht des Journalisten Dahr Jamail für die Nachrichtenagentur IPS vom Dienstag zufolge haben die Besatzer im Irak die Kontrolle über die Provinz al-Anbar praktisch vollständig verloren.

Dies bedeutet nicht nur einen schweren strategischen, sondern insbesondere auch einen propagandistischen Schaden, ereigneten sich in dieser Provinz doch in Städten wie Fallujah, ar-Ramadi und al-Qa'im die verheerendsten Kämpfe der Besatzer gegen den irakischen Widerstand.

"Wir sprechen über fast ein Drittel der Fläche des Iraks", sagte Ahmed Salman, ein Historiker aus Fallujah. "Al-Anbar grenzt an Jordanien, Syrien und Saudi-Arabien und der Widerstand dort wird niemals aufhören, solange dort amerikanische Soldaten sind." Seiner Ansicht nach heizen die Besatzer selbst den Widerstand noch weiter an. "Ihre Handlungen zerstören ihr Ziel, weil sie diese großen, gewalttätigen Militäroperationen, die so viele Zivilisten töten und es unmöglich machen, die Menschen in al-Anbar zu beruhigen, benutzen."

Mittlerweile ist die Kontrolle über die Provinz nach Aussage von Abu Ghalib, einem Regierungsbeamten in ar-Ramadi, zufolge vollständig an den Widerstand gefallen. "Kein Regierungsbeamter kann irgendetwas tun, ohne zuvor mit dem Widerstand Kontakt aufzunehmen", sagte er. "Selbst der Gouverneur holte regelmäßig ihre Zustimmung für alles ein. Als er damit aufhörte sprachen sie ein Todesurteil gegen ihn aus und jetzt kann er sich nicht mehr ohne amerikanischen Schutz bewegen."

Erst kürzlich hatte das US-Militär dazu aufgerufen, die Angriffe auf die Besatzer einzustellen und im Gegenzug einen baldigen Rückzug in seine Basen in Haditha und Habaniyah angeboten. "Ich glaube nicht, daß das möglich ist", sagte dazu der pensionierte Brigadegeneral der irakischen Polizei Kahtan al-Dulaimi aus Ramadi. "Ich glaube, keine lokale Einheit kann dem schweren Widerstand in al-Anbar standhalten und es wird die letzte Provinz sein, die den irakischen Sicherheitskräften übergeben werden wird."

Berichten von Anwohnern zufolge hat das US-Militär damit begonnen, in der Stadtmitte von ar-Ramadi in einem etwa 500 Meter breiten Streifen um die Verwaltungsgebäude sämtliche Gebäude zu zerstören, damit diese nicht für Angriffe genutzt werden können.

"Sie versuchen, eine Separationszone zwischen den Büros der Marionettenregierung und den Gebäuden, die der Widerstand für Angriffe aus sie nutzt, zu schaffen", sagte ein Anwohner der Stadt. "Aber jetzt machen uns die Amerikaner alle wütend, weil sie unsere Stadt zerstören." Ein Artikel der US-Militärzeitschrift "Stars and Stripes" vom Samstag läßt die Zerstörungen in der Stadt erahnen. "Wir sind daran gewöhnt, Wände, Türen und Fenster zu zerstören, aber acht Blocks sind etwas völlig neues für uns", sagte US-Oberleutnant ben Klay.

"Kennen Sie die Anfangsszene in 'Terminator', wo man nur Trümmer sieht? So sieht es aus", sagte Hauptmann Damon Knarr.



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