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Unerwünschtes Bild?

US-Militär "leitet Untersuchung ein"

13.09.2006  






Wie AP am Mittwoch berichtete, sucht das US-Militär derzeit nach dem "Leck", das eine vorgebliche von einer "Predator"-Drohne in Afghanistan gemachte Aufnahme an den US-Fernsehsender NBC weitergegeben haben soll.

Vorgebliche Aufnahme der "Predator"-Drohne
Quelle: US-Militär


Die Aufnahme zeigt eine in anscheinend in offenem Gelände in Reihen stehende Menschenansammlung gegenüber einem Fahrzeug. Die Graphik einer Zieleinrichtung ist in das Bild eingeblendet. NBC zufolge handelt es sich dabei um etwa 190 Taliban, die an der Beerdigung eines Kameraden teilnahmen.

Ein nicht namentlich genannter US-Offizier sagte gegenüber dem Sender, man sei "äußerst aufgeregt" gewesen, als die Menschenansammlung gefunden worden sei. Kurz darauf habe allerdings "Frustration" eingesetzt, da ihnen klargeworden sei, daß sie die Menschen nicht mit den bordeigenen Raketen der "Predator"-Drohne angreifen konnten, da es sich um eine Beerdigung handelte.

Weder der NATO-Sprecher James Appathurai noch Beamte des Pentagons wollten das Bild kommentieren oder Angaben dazu machen, wann oder wo es aufgenommen wurde.

Kurzzeitig hatte NBC die Aufnahme von seiner Website einer entsprechenden Bitte eines US-Obersts folgend entfernt, nach Rücksprache mit dem Pentagon allerdings wieder veröffentlicht.

Betrachtet man die Rücksichtslosigkeit, mit der die US-Luftwaffe in Afghanistan und im Irak Kämpfer und Zivilisten gleichermaßen bombardiert, so stellt sich hier allerdings die Frage nach der Glaubwürdigkeit der Aufnahme beziehungsweise der berichteten Umstände. Tatsächlich drängt sich hier der Verdacht auf, daß in Wahrheit nur ein Gegenbeispiel für die zahllosen Berichte von Kriegsverbrechen seitens des US-Militärs geschaffen werden sollte, transportiert der Bericht doch vor allem die "Information", das US-Militär achte eine Beerdigung so hoch, daß es sie keinesfalls angreifen würde.

Für Hochzeiten gilt diese Zurückhaltung hingegen offensichtlich nicht.



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