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Immer neue Lügen

Atomenergiebehörde kritisiert USA

14.09.2006  






In einem der Washington Post einem Artikel vom Donnerstag zufolge vorliegenden Brief an den US-Abgeordneten und Vorsitzenden des Geheimdienstkomitees des US-Repräsentantenhauses Peter Hoekstra hat die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) einen im August veröffentlichten Bericht des Komitees zu dem vorgeblichen iranischen Atomwaffenprogramm scharf angegriffen.

Neben Hoekstra wurde der von Vilmos Cserveny, dem IAEA-Direktor für auswärtige Angelegenheiten, unterzeichnete Brief auch an den US-Botschafter bei der IAEA in Wien, Gregory L. Schulte, übergeben. Der Bericht des Komitees war von den Fredrick Fleitz, einem früheren CIA-Mitarbeiter und heutigen Mitarbeiter von John Bolton, dem US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, verfaßt worden. Fleitz ist bekannt für seine harte Haltung gegenüber dem Iran. Hoekstras Büro teilte mit, daß der Bericht vom Büro des Direktors der nationalen Geheimdienste, John D. Negroponte, dem alle US-Geheimdienste unterstehen, vor der Veröffentlichung begutachtet worden ist. Dies wurde von Negropontes Sprecher John Callahan bestätigt. Hoekstra hatte bei der Veröffentlichung des Berichts gesagt, dieser solle "helfen, das Verständnis der amerikanischen Öffentlichkeit für den Iran als Bedrohung zu erhöhen."

In dem Brief kritisiert Cserveny fünf schwere Fehler in dem von Fleitz verfaßten Bericht. Es ist das erste Mal, daß die IAEA öffentlich die in dem Bericht erhobenen Vorwürfe gegen die IAEA hinsichtlich der Untersuchung des iranischen Atomprogramms zurückweist.

So behauptete Fleitz in seinem Bericht, der Iran produziere in seiner Einrichtung in Natanz waffenfähiges Uran. Dies wurde nun in dem Brief der IAEA als "inkorrekt" bezeichnet. Dabei wurde durchaus süffisant darauf hingewiesen, daß waffenfähiges Uran auf einen Gehalt von 90 Prozent oder mehr des Isotops Uran235 angereichert wird, während der Iran derzeit unter Aufsicht der IAEA auf 3,5 Prozent anreichert.

Ein weiterer Punkt ist die Behauptung Fleitz', der IAEA-Generaldirektor Mohammed ElBaradei habe einen leitenden Inspektor von der Untersuchung im Iran abgezogen, weil dieser "Bedenken wegen der iranischen Täuschung hinsichtlich des Atomprogramms" erhoben hätte. Die IAEA betonte, daß der Inspektor nicht abgezogen wurde.

Die stärkste Reaktion rief der in dem Bericht erhobene Vorwurf, ElBaradei habe eine "unausgesprochene" Politik, die verhindere, daß die Inspektoren die Wahrheit über das iranische Atomprogramm sagten. Dies wurde in dem Brief Cservenys als "ungeheuerlich und unehrlich" bezeichnet.

David Albright, ein früherer Atominspektor und heute Präsident des "Institute for Science and International Security" ("Institut für Wissenschaft und internationale Sicherheit") in Washington, faßte das Vorgehen der US-Regierung in wenigen Worten zusammen.

"Das ist wie die Wiederholung der Zeit vor dem Irakkrieg", sagte er. "Man hat eine iranische nukleare Bedrohung, die aufgemotzt wird mittels schlechter Informationen, die handverlesen werden und einem Bericht, der über die Inspektoren herzieht."



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