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Genug ist genug

Kehrtwende in Ägypten

14.09.2006  






Wie AP am Donnerstag berichtete, hat sich die ägyptische Organisation Kifaya ("Genug") nun für ein Ende des ägyptischen Friedensvertrags mit Israel ausgesprochen.

Die vor zwei Jahren gegründete Organisation hatte ursprünglich das Ziel, eine weitere Amtszeit des ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak - und eine mögliche Amtsnachfolge seines Sohnes Gamal - zu verhindern. Dies gelang allerdings trotz des massiven Einsatzes der Organisation nicht. Hosni Mubarak wurde für weitere sechs Jahre gewählt.

Der Einsatz der Organisation für einen Regierungswechsel war von den USA als "Demokratisierung" verstanden beziehungsweise dargestellt worden - was angesichts des plötzlichen und massiven Auftretens der Organisation zweifellos die Frage nach deren Hintergründen aufwirft. Diese Begeisterung der USA für Kifaya, die unter anderem zu einem Treffen mit der US-Außenministerin Condoleezza Rice geführt hatte, dürfte nun angesichts der offenen Opposition gegenüber Israel deutlich abkühlen.

"Der Libanon-Krieg ist verantwortlich", sagte George Ishaq, Sprecher und Gründungsmitglied der Organisation. "Die Petition ist teilweise eine Reaktion auf die schwache diplomatische Handhabung des Krieges durch die Regierung." Insgesamt sollen eine Million Unterschriften für ein Ende des Friedens mit Israel gesammelt werden. Auch wenn dies nicht zuletzt angesichts der ägyptischen Bevölkerung von run 79 Millionen Menschen eher symbolische Charakter haben dürfte, so ist die politische Wirkung doch nicht zu unterschätzen. 100.000 Unterschriften sind Ishaq zufolge bereits gesammelt worden.

Tatsächlich spiegelt diese Kehrtwende Kifayas nur die Stimmung innerhalb der ägyptischen Bevölkerung wieder, die angesichts der Berichte über zahllose israelische Kriegsverbrechen im Libanon aber auch im Gaza-Streifen zunehmend empört ist.





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