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Kreative Kopierer?

Tödlicher Angriff auf UN-Posten nur ein Fehler?

16.09.2006  






Wie die kanadische CBC am Donnerstag berichtete, wurde der tödliche Angriff auf einen UN-Beobachtungsposten im Libanon nach Angaben Israels allein durch eine fehlerhaft kopierte Karte verursacht.

"Die Ergebnisse der Untersuchung sind, daß zu dem Zeitpunkt, als die Kampfmittel abgefeuert wurden, das von uns angegriffene Ziel für eine Position der Hizb Allah gehalten wurde", sagte der Sprecher des israelischen Außenministeriums Mark Regev. "Das war ein Fehler, weil das, was angegriffen wurde, ein UN-Posten war."

Zu dem Zeitpunkt habe es Befehle gegeben, denen zufolge es absolut untersagt gewesen sei, UN-Mitarbeiter und UN-Positionen anzugreifen - eine Anweisung, die vor zwei Jahren anscheinend noch nicht galt, als mehrfach UN-Delegationen beschossen wurden.

Der Einsatz neuer Einheiten in dem Gebiet habe es aber erfordert, Karten zu kopieren. „Bei diesem Prozeß, wurde der UN-Posten unglücklicherweise nicht korrekt verzeichnet“, so Regev. "Als unser Flugzeug seine Kampfmittel abschoß, glaubte es, es würde die Hizb Allah angreifen. Dies war ein Fehler, es hätte nicht passieren sollen." Dieser "Glaube" war offenbar auch nicht durch die sechs Stunden andauernden Hilferufe der UN-Soldaten an das israelische Militär beeinträchtigt worden.

Auch die Behauptung, bei der Anfertigung von Kopien von Karten sei ein "Fehler" unterlaufen, ist in höchstem Maße unglaubwürdig. Ein solcher "Fehler" könnte nur geschehen, wenn die Kopien von Hand mit Tusche angefertigt würde - so man nicht an einen "kreativen", mit künstlicher Intelligenz ausgestatteten Farbkopierer glauben will. Der Rückgriff auf eine solche Handarbeit scheint gerade angesichts des vorgeblichen Zeitdrucks und der Tatsache, daß das israelische Militär zu den technisch fortgeschrittensten Armeen der Erde zählt, kaum wahrscheinlich.

Eine "Erklärung", die so offensichtlich den Geschmack einer Ausrede hat, kann nur die auch von dem UN-Generalsekretär Kofi Annan geäußerte Vermutung, daß es sich um einen absichtlichen Angriff handelte, bestätigen.



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