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Verlorener Krieg

Immer mehr Besatzer im Irak

20.09.2006  






Wie beispielsweise die Washington Post am Mittwoch berichtete, hat US-General John Abizaid, der Oberkommandierende des US-Militärs im Mittleren Osten (US Central Command) mit den seit Monaten gestreuten Hoffnungen auf eine baldige Reduzierung der Besatzungstruppen im Irak gründlich aufgeräumt.

Derzeit befinden sich im Irak - nach Angaben des US-Militärs aufgrund von "Überschneidungen" bei der Auswechslung - 147.000 US-Soldaten. Die „planmäßige“ Zahl liegt jetzt bei über 140.000 US-Soldaten - rund 17 Prozent oder 20.000 Soldaten höher als zu Beginn des vergangenen Jahres. Dies allein widerspricht zweifellos bereits den Ankündigungen von Truppenreduzierungen.

Noch weitaus schwerwiegender ist allerdings Abizaids Aussage, daß "dieses Niveau wahrscheinlich bis zum Frühling gehalten werden muß." Er gab nun gegenüber Journalisten sogar selbst zu, daß sich damit die Hoffnungen auf eine Verringerung der Zahl von US-Soldaten zerschlagen haben.

"Wir haben offensichtlich nicht die Truppenzahl erreicht, auf die wir gehofft hatten", sagte er.

Noch deutlicher wurde seine Einschätzung der Lage im Irak allerdings, als er gefragt wurde, ob die USA im Irak gewönnen.

"Mit unbegrenzter Zeit und unbegrenzten Mitteln gewinnen wir den Krieg", antwortete er. Da den USA weder "unbegrenzte Zeit" und noch weitaus weniger "unbegrenzte Mittel" zur Verfügung stehen, bedeutet dies im Umkehrschluß nichts weniger, als daß Abizaid - der Oberkommandierende im Irak - selbst nicht mehr an einen Sieg glaubt.

Da den im Irak stationierten Soldaten angesichts täglicher Angriffe und Verluste dies noch weitaus klarer sein dürfte, kann es auch kaum verwundern, daß immer aggressiver - und damit verzweifelter - gegen die Bevölkerung vorgegangen wird.

Ein derart offenes Eingeständnis der bevorstehenden - wenn nicht bereits eingetretenen - Niederlage ist sicherlich kaum geeignet, die Moral der US-Soldaten zu steigern.



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