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Teurer Krieg

Kosten für Veteranenversorgung in USA steigen

21.09.2006  






Einer AP-Meldung vom Donnerstag zufolge sind die Kosten für die medizinische Versorgung von US-Veteranen aus den Kriegen gegen Afghanistan und den Irak weitaus höher, als zuvor angenommen worden war.

Demnach hat das US-Ministerium für Veteranen-Angelegenheiten, das für die Versorgung von Veteranen zuständig ist, im vergangenen Jahr insgesamt fast 3 Milliarden US-Dollar an zusätzlichen Geldern vom US-Kongreß beantragt, um die anfallenden Kosten decken zu können. Daß diese Finanzierungslücke den Ergebnissen einer Untersuchung des US-Kongresses zufolge entstand, weil bei den vorangegangenen Planungen Daten aus früheren, von den USA geführten Kriegen genutzt worden seien, scheint zumindest zweifelhaft, befinden sich die USA doch bereits seit 2001 im Krieg, so daß zweifellos bereits aktuellere Zahlen vorlagen.

Ein weiterer genannter Grund - daß das US-Verteidigungsministerium keine präzisen Informationen an das Ministerium für Veteranenangelegenheiten weitergegeben habe - scheint hier schon weitaus wahrscheinlicher, da genaue Zahlen auch Rückschlüsse auf die Verluste im Irak und in Afghanistan zuließen, was das US-Verteidigungsministerium zweifellos verhindern möchte, da die veröffentlichten Zahlen bisher die wahren Verluste verschweigen.

In diesem Jahr wird das Ministerium für Veteranen-Angelegenheiten rund 31,5 Milliarden US-Dollar erhalten, um etwa 5,4 Millionen Patienten - fast 2 Prozent der gesamten US-Bevölkerung, aber nur rund 80 Prozent aller US-Veteranen - medizinisch zu versorgen. Schon diese Zahlen machen die Folgen der Kriege für die US-Gesellschaft mehr als deutlich.

Tatsächlich reichen auch diese 31,5 Milliarden US-Dollar offenbar aber keineswegs für eine angemessene Versorgung der ehemaligen US-Soldaten aus.

Während einerseits Gehirnverletzungen durch die zahllosen Bombenangriffe weitverbreitet sind, ist einem Bericht von USA Today vom August zufolge eine Halbierung der Finanzmittel für das Zentrum für Gehirnverletzungen des Ministeriums für Veteranen-Angelegenheiten für das kommende Finanzjahr auf dann 7 Millionen US-Dollar jährlich geplant. Derart drastische Einsparungen bei einem Behandlungszentrum für solch schwere und folgenschwere Verletzungen lassen erahnen, wie tiefgreifend die Einsparungen an anderer Stelle sind.

Einmal mehr belegen diese Einsparungen und Finanzprobleme nicht nur, daß die Zahl der Verluste im Irak deutlich höher liegt, als offiziell zugegeben, sondern auch, daß Soldaten, die nicht mehr in der Lage sind zu kämpfen, von den US-Behörden kaum noch beachtet werden.





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