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Erfolgreiche Panikmache

Neue Einschränkungen im Flugverkehr

28.09.2006  






Wie die Medien berichteten, hat die Europäische Kommission am Mittwoch eine neue Regelung für das in den Passagierraum von Flugzeugen mitführbare Handgepäck vorgeschlagen, die aller Voraussicht nach in der kommenden Woche verabschiedet und bereits im November inkrafttreten werden wird.

Als Grund für die Notwendigkeit dieser neuen Regelung wird allgemein die vorgeblich verhinderte "geplante" Anschlagsserie auf Passagiermaschinen aus Großbritannien auf dem Weg in die USA angegeben.

Der erste Punkt der neuen Regelung ist eine Beschränkung der Größe des Handgepäckstücks auf 56 mal 45 mal 25 Zentimeter - einschließlich aller etwaigen Griffe, Rollen, Außentaschen und so weiter. Dies entspricht den bisherigen Empfehlungen der IATA. Ausnahmen seien nur bei Musikinstrumenten und einigen anderen Gegenständen möglich, so die britische BBC am Mittwoch. Inwieweit dies die Sicherheit an Bord erhöhen soll, ist hierbei allerdings völlig unklar. Nicht einmal die britischen Behörden behaupten, die vorgeblichen "zukünftigen Attentäter" hätten geplant, eine Armee von Miniatur-Ninja-Kämpfern an Bord von Flugzeuge mit größeren zugelassenen Handgepäckstücken zu schmuggeln, die dann die Besatzung ermorden sollte - obgleich die offizielle Version, es sei geplant gewesen, harmlose Chemikalien auf der Flugzeugtoilette zusammenzumischen und so einen Sprengstoff zu erhalten, mit dem sie Flugzeuge hätten gesprengt werden sollen, angesichts der technischen Unmöglichkeit kaum glaubwürdiger erscheint. Dies spiegelt sich zweifellos auch in den gegen die 10 "Verdächtigen" erhobenen Vorwürfe wider - und erst recht in der Tatsache, daß bisher erst gegen 15 der ursprünglich 22 Verhafteten Anklage erhoben worden ist und bereits Ende August zwei der "Verdächtigen" bereits wieder freigelassen worden waren.

Außerdem werden Passagiere zukünftig Mantel ausziehen und "große elektrische Geräte" aus ihrem Handgepäck holen müssen - beides Vorgehensweisen, die auch heute schon nicht nur auf deutschen Flughäfen üblich sind, andererseits aber je nach Anwendungsgebiet des "elektrischen Geräts" zu peinlichen Situationen und ernsten Verwicklungen führen kann.

Tatsächlich im Zusammenhang mit den vorgeblichen Anschlagsplanungen steht die neue Regelung, daß nur noch Behälter mit Flüssigkeiten an Bord gebracht werden dürfen, die höchstens 100 Milliliter enthalten - oder im Duty Free-Bereich gekauft wurden. Die Anzahl dieser Flüssigkeitsbehälter pro Passagier ist dabei allerdings gleichgültig, was diese Regelung zweifellos endgültig ad absurdum führt, müßte ein "Attentäter" seine "Flüssigsprengstoffbauteile" doch nur auf mehrere Behältnisse verteilen - was ja vorgeblich ohnehin "geplant" war. Mit der gleichen Logik könnte sicherlich auch das Mitführen sämtlicher Metallgegenstände von Münzen bis zu Gürtelschnallen verboten werden, könnte ein engagierter Terrorist doch versuchen, auf der Bordtoilette ein Messer daraus zu schmieden.

Letztlich wird diese neue Regelung nicht die Sicherheit an Bord erhöhen, sondern nur die Sicherheit, mit der die Betreiber der Duty Free-Geschäfte auf höhere Umsätze hoffen können.



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