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Präziser Irrtum

Der israelische Angriff auf UN-Beobachter

01.10.2006  






Wie canada.com am Samstag berichtete, hat Israel die UN-Untersuchung des tödlichen Angriffs Israels auf einen Beobachterposten der UNIFIL im Libanon massiv behindert.

Ein leitender UN-Beamter, der anonym bleiben wollte, sagte, Israel habe den Untersuchungsbeamten der Vereinten Nationen den Zugang zu an dem Angriff beteiligten Offizieren verweigert. Der Beobachtungsposten war am 25. Juli durch das israelische Militär bombardiert und zerstört worden, wobei vier UN-Soldaten getötet wurden. Vorangegangen waren mehrere Stunden des Beschusses und Bitten der UN-Soldaten an das israelische Militär, diesen einzustellen.

"Wir haben keine befriedigende Antwort auf die Frage, warum wiederholte Versuche auf allen Ebenen einzuschreiten und den Beschuß auf oder nahe Patrouillenbasis Khiam zu beenden, scheiterten", so der UN-Beamte. "Die Israelis haben ihre Verantwortung für diesen Angriff vollständig anerkannt, den sie einem operativen Fehler zuschreiben."

Das israelische Militär behauptet, es sei bei der Anfertigung von Kopien von militärischen Karten zu einem "Fehler" gekommen, so daß der Beobachtungsposten angegriffen wurde, während eigentlich eine Stellung der Hizb Allah, von der aus Raketen abgefeuert worden seien, getroffen werden sollte.

Tatsächlich ist nur zu offensichtlich, daß es sich hier um eine reine Schutzbehauptung handelt. Schon die Behauptung, bei der Anfertigung von Kopien sei ein Fehler unterlaufen, erscheint schlichtweg absurd, bedeutete dies doch, daß eines der modernsten Militärs der Welt militärische Karten per Hand vervielfältigte. Da außerdem kaum anzunehmen ist, daß die Hizb Allah seit Jahren die gleichen Stellungen benutzte, waren diese sicherlich nicht auf der Karte eingetragen, sondern wurden durch Aufklärung ermittelt. Dies kann allerdings wiederum nicht dazu geführt haben, daß der UN-Posten angegriffen wurde, da von dort zweifellos keine Raketen abgefeuert worden sind. Auch die bereits von dem UN-Beamten genannte Ignoranz des israelischen Militärs gegenüber den immer wieder vorgebrachten Bitten der UN-Soldaten, das Feuer einzustellen, deutet kaum einen einen "Irrtum" hin.

Erschwerend kommt hier hinzu, daß der Untersuchung der UN zufolge in der Zeit in dem Gebiet um den UN-Posten keinerlei Raketen durch die Hizb Allah abgefeuert worden sind.

"An jenem Tag, was der Ausschuß herausfand war, daß es keine Beweise für Feuer durch die Hizb Allah in oder nahe der Patrouillenbasis Khiam in dem untersuchten Zeitraum gab", so der UN-Beamte.

Die UN-Untersuchung hat außerdem ergeben, daß der Beobachtungsposten nicht nur von vier israelischen Artilleriegranaten, sondern auch von einer 500 Kilogramm schweren "Präzisionsbombe" getroffen worden war.

"Sie wurde genau gelenkt, technisch, mit technischen Mitteln, zu diesem Ort am Boden", sagte der UN-Beamte. "Sie sollte diese Stelle treffen."

Die Vereinten Nationen stünden weiterhin zu der Aussage des UN-Generalsekretärs Kofi Annan, daß es sich um einen "absichtlichen" Bombenangriff gehandelt habe, so der UN-Beamte weiter.



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