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Noch ein Kriegsverbrechen

Britischer Journalist getötet

04.10.2006  






Ein Bericht des britischen Mirror vom Mittwoch belegt erneut, daß Kriegsverbrechen im Irak weder nur eine Folge des erbitterten irakischen Widerstandes gegen die Besatzer, noch eine allein von US-Soldaten begangene Tat sind.

Schon zu Beginn des völkerrechtswidrigen Krieges der USA gegen den Irak, am 22. März 2003, war der langjährige, für den britischen Fernsehsender ITN arbeitende Journalist Terry Lloyd in der Nähe der südirakischen Stadt Basra "durch Schüsse der britisch-amerikanischen Streitkräfte" getötet worden. Einen Tag später war die Leiche des 50-Jährigen gefunden worden. Lloyd war an der Schulter verletzt worden, als er zwischen US-Soldaten und irakischen Einheiten ins Kreuzfeuer geriet.

Da der Sender den Eindruck hatte, daß das britische Verteidigungsministerium nicht wirklich an der Aufklärung der genauen Umstände von Lloyds Tod interessiert war, entschloß sich der Sender schließlich zu einer eigenen Untersuchung vor Ort, berichtete der frühere ITN-Geschäftsführer Stuart Purvis. "Ich kam zu dem Schluß, daß das britische Militär an der Spitze mehr wußte, als sie uns gegenüber mitteilten. Die einfache Lösung war, daß zwei ITN-Journalisten nach Basra gingen, um es herauszufinden", sagte er.

"Die Situation begann sich zu ändern, als das Gefühl stärker wurde, daß es sich hier um ein Kriegsverbrechen handelte", so Purvis weiter. Tatsächlich ist hier der Verdacht zweifellos naheliegend, daß sich die Haltung des britischen Militärs erst deshalb änderte, weil die Journalisten bereits Beweise für ein Kriegsverbrechen besaßen und so eine weitere Deckung der US-Soldaten schwerwiegende Folgen hätte nach sich ziehen können.

Die noch andauernde Untersuchung der beiden Journalisten hat bereits ergeben, daß Lloyd offenbar getötet wurde, als ein US-Kampfhubschrauber das Feuer auf den ihn transportierenden Krankenwagen eröffnete. Dies stellt ein schwerwiegendes Kriegsverbrechen dar, da Krankenwagen zu den unbedingt zu schützenden Fahrzeugen gehören.

Bemerkenswert ist hier neben dem Zeitpunkt des Kriegsverbrechens auch die Tatsache, daß das britische Militär sich durch sein Schweigen offensichtlich einmal mehr zum Komplizen des US-Militärs gemacht hat.



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