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Absichtlicher Unfall?

US-Pläne könnten Atomkrieg auslösen

07.10.2006  






Einem Bericht des San Francisco Chronicle vom Freitag zufolge haben zwei "Waffenexperten" die Befürchtung geäußert, daß derzeitige Pläne des US-Militärs zu einem "versehentlichen" Atomkrieg führen könnten.

Bereits im Januar hatte das US-Verteidigungsministerium angekündigt, bis zu 96 U-Boot-gestützte ballistische Interkontinental-Raketen (SLBM) von ihren bisherigen Atomsprengköpfen auf konventionelle Sprengköpfe umrüsten zu wollen. Die hierbei ins Auge gefaßten Trident II-Raketen können eine maximale „Nutzlast“ - die Umschreibung für das Gewicht des Sprengkopfes - von 2.800 Kilogramm tragen - was allerdings zu Lasten der maximalen Reichweite geht. US-Marschflugkörper - "Cruise Missiles" - können zwar nur einen knapp halb so schweren Sprengkopf in sein Ziel befördern, dies allerdings - nach durchaus nicht unbestrittenen Angaben des US-Militärs zufolge - aber mit sehr hoher Präzision.

Dem Bericht zufolge warnten die beiden Experten Ted Postol, Physiker und Professor für Wissenschaft, Technologie und nationale Sicherheit am Massachusetts Institute of Technology und Pavel Podvig, Physiker und Waffenexperte an der Universität von Stanford, davor, daß diese Umrüstung zu einem „versehentlichen“ Atomkrieg führen könnte, da diese Waffen bisher ausschließlich mit nuklearen Sprengköpfen bestückt sind.

"Jedes Abfeuern einer see- oder landgestützten ballistischen Langstreckenrakete wird eine automatische Warnung des russischen Frühwarnsystems auslösen", sagte Postol gegenüber Journalisten. Er wiederholte dabei letztlich die hier bereits im Februar genannten Bedenken gegen die US-Umrüstungspläne. Diese Umrüstung wäre "sehr gefährlich", so Podvig, da Rußland keinerlei Möglichkeit hätte, festzustellen, ob es sich um eine mit konventionellem Sprengstoff oder mit einem Atomsprengkopf bestückte Waffen handelte.

Der russische Präsident Vladimir Putin ließ seinerseits keinerlei Zweifel an seinem Standpunkt zu diesen Umrüstungsplänen. "Die Medien und Expertenrunden sprechen bereits über Pläne, Interkontinentalraketen zum Tragen von konventionellen Sprengköpfen umzurüsten", sagte er im Mai. "Das Abfeuern einer solchen Rakete könnte ... einen kompletten Gegenschlag mittels der Nuklearstreitkräfte provozieren."

Diese Aussage könnte sich als umso dramatischer erweisen, als der derzeitige US-Präsident George W. Bush die Bezeichnung "fundamentalistischer Christ" zweifellos verdiente und er demtentsprechend daran glaubt, daß eine Erlösung erst nach dem "Armageddon", dem Ende der Welt, erfolgen kann. Ein weltweiter Atomkrieg wäre zweifellos mehr als geeignet, dieses "Armageddon" auszulösen. Wenn dies allein aufgrund eines "Mißverständnisses" geschähe, so träfe die Verursacher Bushs schon so häufig gezeigter Logik zufolge zweifellos keinerlei Schuld.

Letztlich stellt sich hier also nur die Frage, ob die momentane US-Regierung die Welt mutwillig oder versehentlich einmal mehr an den Rand der Vernichtung führt.



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