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Kriegsverbrecher

Israel gibt Einsatz von weißem Phosphor zu

22.10.2006  






Wie die israelische Haaretz am Sonntag berichtete, hat ein israelischer Minister zugegeben, daß während des Krieges gegen den Libanon dort auch Phosphorbomben gegen Menschen eingesetzt wurden.

"Die israelische Armee besitzt Phosphormunition in unterschiedlicher Art", so Ya'akov Edery, der israelische Minister für Zusammenarbeit mit der Knesset. "Die israelische Armee setzte Phosphorgranaten während des Krieges gegen die Hizb Allah bei Angriffen gegen militärische Ziele auf offenem Gelände ein." Er macht keine genaueren Angaben, wo und gegen welche "Ziele" diese Waffen eingesetzt worden sind. Er bestätigte damit entsprechende hier bereits Mitte Juli geäußerte Vermutungen.

Edery betonte hingegen, daß internationales Recht den Einsatz von weißem Phosphor nicht verbiete und daß "die israelische Armee die Munitionsart im Einklang mit internationalem Recht eingesetzt hat."

Er vergaß allerdings zu erwähnen, daß Israel sich hier tatsächlich nur deshalb im "Einklang mit internationalem Recht" befand, weil es bisher - wie auch die USA, die diese Waffe bei ihrer "Offensive" gegen die irakische Stadt Fallujah einsetzten - die beiden Zusatzprotokolle der Genfer Konventionen von 1977 nicht unterzeichnet haben. Dort heißt es in Artikel 35 unmißverständlich:

"Es ist verboten, Waffen, Geschosse und Material sowie Methoden der Kriegführung zu verwenden, die geeignet sind, überflüssige Verletzungen oder unnötige Leiden zu verursachen."

Andererseits verbietet bereits die III. Genfer Konvention den Einsatz von Brandgeschossen, wenn hiervon auch Zivilisten betroffen sind, was Berichten aus dem Libanon zufolge offenbar ebenfalls der Fall war.



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